Schweizer Börse etwas schwächer erwartet

Donnerstag, 27. Dezember 2012, 08:18 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Donnerstag etwas schwächer starten.

Die anhaltende Verunsicherung über die Entwicklung im US-Haushaltsstreit bestimmt laut Händlern das Geschehen auch am zweitletzten Handelstag des Jahres. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,3 Prozent leichter auf 6868 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,1 Prozent schwächer auf 6811 Zählern. Am Freitag hatte der Leitindex 0,3 Prozent leichter auf 6890 Punkten geschlossen.

US-Präsident Barack Obama wollte seinen Weihnachtsurlaub abbrechen und wurde am Donnerstag zurück in Washington erwartet. Der republikanische Verhandlungsführer John Boehner rief den von den Demokraten dominierten Senat zum Handeln auf und bot an, einen Gesetzesbeschluss der Kammer zu prüfen. Diese Ankündigung wurde als neue Chance betrachtet, Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zu bringen. Wenn sich Demokraten und Republikaner nicht bis zum Jahresende einigen, treten automatisch massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft. Die weltgrösste Volkswirtschaft könnte über diese sogenannte Fiskalklippe in eine Rezession stürzen

Händler in Zürich erwarteten ein eher ruhiges Geschäft. Viele Marktteilnehmer seien gar nicht am Markt und würden eine Brücke über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage schlagen. Vereinzelt dürfte es wie üblich zum Jahresende noch etwas Kurspflege geben, hiess es weiter.

Der Chemiekonzern Clariant verkauft die Geschäftsbereiche Textile Chemicals, Paper Specialties und Emulsions für gut 500 Millionen Franken an SK Capital. Es geht um etwa 15 Prozent des Umsatzes und mit rund 3000 Beschäftigten etwa 14 Prozent der Belegschaft.

Swisslog hat vor einem US-Berufungsgericht im Patentstreit um das System PillPick wie schon in der Vorinstanz recht erhalten.