Schweizer Börse nach US-Daten leicht schwächer

Donnerstag, 27. Dezember 2012, 16:50 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag etwas leichter tendiert.

Trotz guter US-Arbeitsmarktdaten konnte sich der Markt nicht in die Gewinnzone vorarbeiten. Das Geschäft verlief laut Händlern in sehr ruhigen Bahnen. Wegen der durch die Weihnachtsfeiertage verkürzten Woche fehlten viele Marktteilnehmer. Manche Anleger hielten sich wegen des anhaltenden US-Haushaltsstreits stark zurück. Nach wie vor hofften sie auf einen baldigen Kompromiss der US-Politiker. "Alles andere wäre eine Katastrophe", sagte ein Händler. Dann drohten automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen, die die USA in eine Rezession stürzen könnten. Die Verhandlungen sollen noch am Donnerstag wieder aufgenommen werden.

Der SMI notierte kurz vor Schluss um 0,2 Prozent schwächer auf 6877 Punkten. Der breite SPI ermässigte sich ebenfalls um 0,2 Prozent auf 6332 Zähler.

Möglicherweise sorge am Freitag, dem letzten Handelstag im alten Jahr, die zum Jahresende üblicherweise einsetzende Kurspflege noch für eine freundliche Tendenz zum Schluss, sagten Händler.

Zu den grössten Gewinnern unter den Standardwerten zählten die Aktien des Personalvermittlers Adecco, die um knapp ein Prozent anzogen. In den USA sanken die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf den tiefsten Stand seit vier Jahren.

Die Aktien zyklischer Firmen zeigten insgesamt eine uneinheitlichen Trend. Gewinnmitnahmen belasteten nach dem starken Kursanstieg im laufenden Jahr die Papiere des Uhrenproduzenten Swatch mit 0,5 Prozent. Der Kurs des Luxusgüterherstellers Richemont dagegen machte frühe Verluste mehr als wett und rückte um 0,1 Prozent nach oben.

Die Papiere von ABB schwächten sich ab, Geberit waren stabil und Holcim stiegen um 0,3 Prozent. Die Ankündigung von Spartenverkäufen liess die Aktie von Clariant um 3,4 Prozent anziehen.

Die Anteilscheine der als wenig konjunktursensitiv geltenden Firmen Nestle und der beiden Pharmariesen Novartis und Roche bröckelten leicht ab.

Mit Actelion verlor eine Aktie, die mit einem Plus von fast 40 Prozent zu den grössten Gewinnern in 2012 zählt, ein halbes Prozent. Andere Biotechnologiewerte wie Newron, Basilea und Cosmo Pharmaceuticals legten dagegen kräftig zu.

Die Aktien der Banken neigten mehrheitlich leicht zur Schwäche. Credit Suisse aber lagen gegen den Trend um 0,2 Prozent im Plus, während UBS um 0,4 Prozent niedriger waren. Der Titel von Julius Bär, der einzige unter den 20 Bluechips, der eine negative Jahresperformance aufweist, schwächte sich um gut ein Prozent ab. Uneinheitlich waren die Assekuranzwerte. Zurich und Swiss Re gaben nach, Baloise und Helvetia zogen leicht an.