Schweizer Börse tritt auf der Stelle

Freitag, 28. Dezember 2012, 12:07 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse ist an ihrem letzten Handelstag des Jahres praktisch auf der Stelle getreten.

Das Geschäft verlief am Freitag laut Händlern bei dünnen Umsätzen in ruhigen Bahnen. "Die Augen der Marktteilnehmer sind auf Washington gerichtet", sagte ein Händler. Sie hofften, dass es im US-Haushaltsstreit noch vor Ende Jahr einen Kompromiss geben und damit der Sturz von der Fiskalklippe verhindert werden könnte. Dass es eine Einigung geben werde, sei klar. Aber bis es so weit sei, könnte es noch etwas dauern. Und dies lähme das Geschäft.

US-Präsident Barack Obama wird sich nach Angaben eines Sprechers noch am Freitag mit vier Top-Politikern von Demokraten und Republikanern treffen, um vor Ende der Frist 31. Dezember doch noch eine Einigung zu erreichen.

Der SMI notierte am Mittag nahezu unverändert bei 6859 Punkten. Der breite SPI sank um 0,1 Prozent auf 6315 Zähler.

Vereinzelt sei die zum Jahresende übliche Kurspflege zu beobachten. Dabei werden Aktien, die gut gelaufen sind, bevorzugt gekauft und andere mit einer schwachen Performance tendenziell eher verkauft. So verbuchten mit Meyer Burger, Nobel Biocare und Straumann Aktien Verluste, die auch im Jahresvergleich nachgegeben haben. Dagegen legten ADV, Kardex oder Newron weiter zu.

Die Kursbewegungen bei den Standardwerten hielten sich in Grenzen. "Die Kurse muten etwas zufällig an", sagte ein Händler. Die Gewinne und Verluste beliefen sich auf maximal ein Prozent.

Bei den Verlierern standen die Aktien der Grossbank Credit Suisse mit einem Minus von 0,6 Prozent an der Spitze. Die Aktie der Konkurrentin UBS rückte dagegen um 0,2 Prozent vor.

Den grössten Gewinn verbuchte bei den Bluechips Transocean mit einem Prozent. Die Aktie des Ölbohrplattformbetreibers hatte am Vortag vier Prozent verloren.

Die Versicherungspapiere drehten im Verlauf leicht nach unten. Zurich fielen um 0,2 Prozent. Der Allspartenversicherer überträgt das Sachversicherungsgeschäft seiner britischen sich in Abwicklung befindlichen Tochter Eagle Star an die britische RiverStone Insurance.

Die wenig konjunkturanfälligen Schwergewichte Novartis und Roche sowie Nestle verloren leicht an Wert. Lonza waren eine Spur höher. Der Pharmazulieferer hat die Veräusserung ihres Performance Urethanes- und Organics-Geschäfts in den USA an Monument Chemical abgeschlossen. Die Transaktion war im November angekündigt worden.

Die Aktien zyklischer Firmen verzeichneten leichte Abgaben. ABB, Geberit und Holcim schwächten sich um gegen 0,5 Prozent ab.