US-Etatkompromiss dürfte Schweizer Börse kräftig anschieben

Donnerstag, 3. Januar 2013, 08:10 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Einigung im US-Haushaltsstreit dürfte der Schweizer Börse am Donnerstag einen deutlich festeren Start ins neue Jahr bescheren.

Die Schweiz habe noch einiges nachzuholen, da der hiesige Aktienmarkt im Gegensatz zu anderen Handelsplätzen wie etwa der Wall Street sowohl an Silvester als auch am Vortag geschlossen war. Der Dow Jones Index hatte am Vortag 2,4 Prozent zugelegt. Besonders gesucht waren Finanzwerte.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 1,7 Prozent höher mit 6941 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Eröffnung um 2,9 Prozent fester mit 6942 Zählern.

Händler rechneten aber nicht mit einem anhaltendem Aufwärtstrend. Denn schon bald dürfte die Diskussion um die Erhöhung der Schuldenobergrenze der USA das Geschehen an den Märkten bestimmen. "Dann droht möglicherweise wieder eine ähnlich lähmende Phase, wie wir sie auf dem Weg zum Haushaltskompromiss erlebt haben", sagte ein Händler.

Im Laufe der Woche dürften mangels anderer Impulse auch die Konjunkturdaten grosse Beachtung finden. Dabei stehen die US-Arbeitsmarktdaten, die am Nachmittag und am Freitag veröffentlicht werden, im Mittelpunkt.

Schindler startet heute Donnerstag das im September angekündigte Aktienrückkaufprogramm. Dabei will der Lift- und Rolltreppenhersteller bis Ende 2015 bis zu 9,5 Prozent des Kapitals über den Erwerb von Namenaktien und Partizipationsscheinen zurückkaufen.

Die Basler Kantonalbank bildet im Zusammenhang mit den Verlusten, die rund 500 Kunden durch die Vermögensverwaltungsgesellschaft ASE Investment AG entstanden sind, Rückstellungen von 50 Millionen Franken.

Inficon bestätigte die Umsatz und Gewinnerwartungen für das abgelaufene Jahr. Demnach dürfte der Umsatz zwischen 290 und 300 Millionen Dollar und der Betriebsgewinn zwischen 45 und 50 Millionen Dollar liegen.