Aktien fristen bei deutschen Anlegern ein Schattendasein

Donnerstag, 3. Januar 2013, 13:58 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Selbst nach dem Höhenflug des Dax im Vorjahr wollen die deutschen Privatanleger auch 2013 von Aktien lieber die Finger lassen.

Sicherheit hat für die meisten Deutschen oberste Priorität. Einer Umfrage der GfK im Auftrag des Bankenverbandes zufolge würden die meisten Befragten als sicher geltenden Anlagen den Vorzug geben, wenn sie einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hätten. Mit nur neun Prozent der Befragten will kaum jemand ein höheres Risiko eingehen, um eine bessere Rendite zu erzielen.

46 Prozent würden in Immobilien investieren, gefolgt von Festgeld mit 45 Prozent, Tagesgeld mit 42 Prozent und Gold mit 30 Prozent. Nur 23 beziehungsweise 18 Prozent würden ihr Geld in Fondsanteile und Aktien stecken. Vor allem Immobilien haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Beliebtheit gewonnen: 2012 wollten nur 17 Prozent ihr Geld in Häusern und Grundstücken anlegen.

Im vergangenen Jahr hat der Dax rund 30 Prozent gewonnen, das war das größte Plus seit 2003. Wegen der niedrigen Zinsen frisst die Inflation bei vielen Produkten die Rendite auf. Bei manchen Anlagen, wie etwa Bundesanleihen, machen die Investoren unter dem Strich sogar einen Verlust, weil die Teuerungsrate höher als die Rendite ist.