Unternehmensberater von PwC erwarten bis zu 14 Börsengänge

Donnerstag, 3. Januar 2013, 16:15 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Zwischen 11 und 14 Unternehmen könnten in Deutschland in diesem Jahr nach Schätzungen der Unternehmensberater von PwC den Sprung an die Börse schaffen.

Die starken Schwankungen an den Börsen gehörten vorerst der Vergangenheit an, was den Firmen Mut mache. "Das ruhigere Fahrwasser ist ein guter Ausgangspunkt für das Börsenjahr 2013, Unternehmen werden ihre IPO-Aktivitäten verstärken", begründete PwC-Partner Christoph Gruss die Prognose am Donnerstag. Im vergangenen Jahr hatte es zwölf Börsengänge gegeben, die insgesamt 2,08 Milliarden Euro einbrachten. Doch nur zwei davon erreichten ein Volumen von mehr als 50 Millionen Euro: der Versicherer Talanx (767 Millionen Euro) und der Mobilfunkriese Telefonica Deutschland (O2) mit 1,26 Milliarden Euro.

Zu solchen "echten" Initial Public Offerings (IPOs) könnten weitere "technische Listings" kommen, bei denen neue Aktionäre keine Papiere zeichnen können. Dazu dürfte auch der Lichtkonzern Osram gehören, dessen Aktien der Mutterkonzern Siemens überwiegend an die eigenen Anteilseigner verschenken will. Als erster Kandidat für eine echte Emission gilt der Wohnungskonzern LEG aus Düsseldorf. Er soll nach dem Willen seines Eigentümers, der Goldman-Sachs-Fonds Whitehall, noch vor Ostern an der Frankfurter Börse notiert sein, wie Reuters aus Finanzkreisen erfahren hatte. Für das zweite Quartal gelten unter anderem der Wissenschaftsverlag Springer Science und der Gabelstapler-Hersteller Kion als Anwärter auf einen Börsengang.