Banken stützen Schweizer Börse nach unten ab

Montag, 7. Januar 2013, 12:41 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag nach den kräftigen Gewinnen zum Jahresanfang eine Pause eingelegt und gehalten tendiert.

Kursgewinne der Bankaktien fingen laut Händlern die Gewinnmitnahmen in anderen Sektoren auf. "Ohne Banken lägen wir klar im Minus", sagte ein Händler. Die Banken profitierten von der Fristverlängerung von vier Jahren für die Beschaffung der höheren Liquiditätsreserven. Dies gebe den Geldhäusern etwas mehr Luft zum Atmen, hiess es im Markt.

Der Leitindex, der seit Jahresanfang mehr als drei Prozent gestiegen war, notierte am Mittag marginal höher auf 7061 Punkten. Der breite SPI trat mit 6510 Zählern ebenfalls praktisch auf der Stelle.

Die weitere Entwicklung dürfte massgeblich davon abhängen, wie der Start in die Bilanzsaison der US-Firmen an den Märkten aufgenommen wird. Finanzanalysten äusserten sich vorsichtig. Vor allem die Schuldenkrise könnte die Ergebnisse negativ beeinflusst haben, hiess es. Wie üblich beginnt der Reigen mit den Zahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa am Dienstagabend.

Die Aktie der Grossbank Credit Suisse zog um 3,5 Prozent auf 24,39 Franken an. Der Titel von UBS gewann 1,8 Prozent auf 15 Franken und der Anteil der Privatbank Julius Bär rückte um 1,6 Prozent vor auf 34,50 Franken. Auch die Titel von Vontobel und einiger Kantonalbanken profitierten von dem aufgehellten Umfeld, hiess es.

Der Genussschein von Roche stieg um 0,2 Prozent. Der Pharmariese hat kein Interesse mehr an einer Übernahme des US-Gentechnikspezialisten Illumina. Das Thema sei definitiv vom Tisch, sagte Verwaltungsratspräsident Franz Humer der "SonntagsZeitung". Die Anleger könnten mit steigenden Dividenden rechnen, sagte Humer weiter.

Die Aktie von Konkurrent Novartis dagegen gab leicht nach und auch das Papier des Lebensmittelriesen Nestle ermässigte sich.

Eine Kaufempfehlung und Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs verschaffte den Aktien von Swisscom ein Plus von gut einem Prozent.

Die Aktien zyklischer Firmen konsolidierten ihre teils kräftigen Kursgewinne der Vorwoche. Die Abschläge hielten sich dabei aber in Grenzen. ABB, Adecco und Geberit verloren weniger als ein halbes Prozent. Holcim machte frühe Verluste gar mehr als wett.

Ein klares Dementi zu Übernahmegesprächen und -versuchen des Verwaltungsratspräsidenten liess die Aktien von Schmolz+ Bickenbach um sechs Prozent einbrechen.