Gewinnmitnahmen an Finanzmärkten - Bankaktien stützen

Montag, 7. Januar 2013, 19:06 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Nach dem starken Jahresauftakt haben einige Anleger am Montag Kasse gemacht. Ein kräftiges Kursplus der Finanzwerte verhinderte an den Aktienbörsen allerdings einen größeren Rücksetzer.

Der Dax schloss 0,6 Prozent im Minus bei 7732,66 Zählern. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls 0,6 Prozent auf 2693 Punkten. Auch bei Rohstoffen wie Öl oder Kupfer nahmen Investoren Gewinne mit.

An den US-Börsen hielten sich Anleger wegen der bevorstehenden Berichtssaison der Unternehmen zurück. Der Dow Jones mit seinen 30 Standardwerten gab 0,4 Prozent auf 13.385 Punkte ab. Auch der breiter gefasste S&P 500 notierte 0,4 Prozent im Minus bei 1461 Zählern. Der Nasdaq fiel um 0,1 Prozent auf 3099 Punkte.

Der europäische Bankenindex stieg unterdessen um bis zu 2,2 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 173,67 Punkten und schloss mit einem Plus von einem Prozent. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hatte den Instituten vier Jahre mehr Zeit eingeräumt hatte, um ihre Liquiditätspuffer aufzufüllen. "Dieser Schritt verschafft der Branche etwas Luft zum Atmen", sagte KBC-Volkswirt Koen De Leus.

Innerhalb des Sektors gehörten die französische Credit Agricole, die Deutsche Bank, die italienische Unicredit und die britische Barclays mit Kursgewinnen zwischen 3,9 und 1,8 Prozent zu den Favoriten. Deutsche Bank markierten in der Spitze mit 36,44 Euro ein Neun-Monats-Hoch. Commerzbank gewannen 4,2 Prozent und standen damit an der Dax-Spitze. In New York konnten die Bankentiteln dagegen nicht von den Basel-Nachrichten profitieren. Citigroup und JP Morgan verloren 0,7 und 0,4 Prozent.

BÖRSIANER RECHNEN MIT WIEDERAUFNAHME DER AKTIENRALLY

Den aktuellen Durchhänger des Aktienmarktes bezeichneten Börsianer als vorübergehend. "Der Investitionswille ist aber da", sagte ein Händler. "Alle wollen im Dax die 8000 Punkte sehen." Die Analysten von HSBC erwarten an den globalen Aktienmärkten in diesem Jahr eine Rendite von rund 15 Prozent. Vor allem die lockere Geldpolitik der Notenbanken dürfte den Börsen weiter Auftrieb geben, urteilten die Experten. HSBC favorisiert europäische Aktien außerhalb Großbritanniens sowie Schwellenland-Titel.

Am Rentenmarkt erholte sich der Bund-Future etwas von seiner Talfahrt der Vorwoche und legte um 33 Ticks auf 143,08 Punkte zu. In den ersten drei Handelstagen 2013 hatte er einige Zähler eingebüßt. Eine Trendwende sei aber nicht in Sicht, betonte ein Börsianer. Daher müsse mit weiteren Kursverlusten des Terminkontraktes auf die zehnjährige Bundesanleihe gerechnet werden.

Der Euro gab zunächst wie die Aktienindizes nach, holte dann aber auf und notierte bei 1,3105 Dollar nach 1,3067 Dollar zum New Yorker Freitagsschluss. Börsianern zufolge positionierten sich die Anleger bereits für die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Nach Einschätzung der Analysten wird die EZB aber nicht an der Zinsschraube drehen.   Fortsetzung...

 
The DAX board is pictured at the Frankfurt stock exchange January 7, 2013. REUTERS/Remote/Joachim Herrmann (GERMANY - Tags: BUSINESS)