Alcoa hellt Stimmung an New Yorker Börsen auf

Donnerstag, 10. Januar 2013, 07:53 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Quartalsbilanz des Aluminiumkonzerns Alcoa hat den Aktienanlegern am Mittwoch Mut gemacht.

Vor allem ein mögliches Anziehen der Weltkonjunktur, das Analysten aus den Alcoa-Zahlen herauslasen, sorgte für gute Stimmung an der Wall Street. Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,5 Prozent höher auf 13.390 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.329 und 13.416 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 0,3 Prozent auf 1461 Zähler vor. Der Nasdaq kletterte um 0,5 Prozent auf 3105 Punkte.

Alcoa hatte zwar einen Umsatzrückgang ausgewiesen, doch war dieser geringer als befürchtet ausgefallen. Dank hoher Einsparungen war der Alu-Riese auch wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Den Aktien des Konzerns nutzte die positive Gesamtstimmung indes nichts. Sie ließen in New York 0,5 Prozent Federn. Der Rohstoffkonzern gilt als eine Art Barometer für die Weltkonjunktur, da seine Produkte in vielen Branchen verwendet werden.

Die Erleichterung über die Alcoa-Zahlen ließ die Anleger auch für die europäische Berichtssaison Hoffnung schöpfen. "Die Erwartungen sind ziemlich niedrig und wir haben in den vergangenen Monaten die Senkung vieler Prognosen gesehen", sagte Aktienstratege Robert Parkes von HSBC. "Es gibt deshalb die Chance auf positive Überraschungen." Analysten rechnen in diesem Jahr mit einem Wertzuwachs von rund neun Prozent bei europäischen Aktien. In Frankfurt schloss der Dax am Mittwoch mit 7720,47 Zählern 0,3 Prozent im Plus. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 2706 Punkte.

Auf den Verkaufslisten der US-Börsianer standen die Anteilsscheine von Morgan Stanley. Die Großbank setzt offenbar erneut den Rotstift beim Personal an. Das Geldhaus wolle sechs Prozent der Stellen im Segment Institutional Securities streichen, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen am Mittwoch sagten. In diesem Bereich ist unter anderen das Handelsgeschäft sowie das Investmentbanking gebündelt. Die Aktien von Morgan Stanley verbilligten sich um 0,2 Prozent.

Gefragt waren dagegen die Dividendenpapiere des US-Autobauers General Motors mit einem Kursplus von gut zwei Prozent. Die Opel-Mutter will an ihrem Sparkurs in Europa festhalten.

Trotz Pannenserie beim Dreamliner legten die Aktien des Airbus-Konkurrenten Boeing um 3,5 Prozent zu. Am Mittwoch strich die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways einen geplanten Flug mit dem Prestigeobjekt von Yamaguchi im Westen Japans nach Tokio wegen Problemen mit den Bremsen. Dies war bereits der dritte Zwischenfall in drei Tagen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 2036 Werte legten zu, 948 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1603 im Plus, 859 im Minus und 99 unverändert.