Schweizer Börse nimmt Aufwärtstrend wieder auf

Freitag, 11. Januar 2013, 09:41 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag unterstützt von positiven Vorgaben aus dem Ausland den Aufwärtstrend wieder aufgenommen und ist im Frühgeschäft auf ein neues Mehrjahreshoch gestiegen.

Die Anzeichen einer Entspannung in der Euro-Krise und einer Verbesserung der Weltwirtschaft sorgten weiterhin für eine gute Marktstimmung, sagten Händler.

Der SMI notierte um 09:30 Uhr um 0,4 Prozent höher auf 7173 Punkten. Dies ist der höchste Stand seit Mitte September 2008 unmittelbar vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Der breite SPI legte ebenfalls um 0,4 Prozent zu auf 6610 Zähler.

Die meisten Standardwerte legten zu. Swatch litten erneut unter Gewinnmitnahmen, die am Vortag nach der Bekanntgabe des Jahresumsatzes 2012 eingesetzt hatten. Dagegen konnte sich die Aktie von Richemont leicht von den Vortagesabgaben erholen.

Gefragt waren erneut Finanzwerte. Die Titel von Credit Suisse und UBS gewannen ein halbes Prozent. Sie könnten am Nachmittag neue Impulse erhalten, wenn Wells Fargo als erste US-Grossbank ihre Zahlen vorlegt. "Spannend wird es dann am Dienstag, wenn Goldman Sachs und JPMorgan mit ihren Ergebnissen kommen", sagte ein Händler. Auch die Anteile der Versicherer rückten um ein halbes Prozent vor.

Eine Kaufempfehlung der Credit Suisse für GAM und Partners Group verhalf den Aktien der beiden Asset-Manager zu einem kräftigen Kursanstieg.

Die Aktie von Nestle gewann 0,7 Prozent. Die Bank of America Merrill Lynch hat das Rating des Lebensmittelherstellers auf "Buy" von "Neutral" erhöht.

Eine positive Produktmeldung verhalf Novartis zu einer leichten Höherbewertung. Der Pharmariese hat neue Phase III-Daten für das Krebsmedikament Afinitor vorgelegt.

Roche stieg um 0,5 Prozent. In den USA zeichnet sich ab, dass Grippe-Impfstoff knapp wird. Dies in dem Moment, in dem sich die Grippe stärker auszubreiten scheint als jemals im letzten Jahrzehnt. Knapp ist das Roche-Mittel Tamiflu in der bei Kindern anwendbaren Form.

Unter den Anteilen zyklischer Firmen waren Adecco, ABB und Geberit praktisch unverändert. Holcim büssten 1,7 Prozent ein.