Schweizer Börse: Anleger nutzen Delle für Zukäufe

Mittwoch, 16. Januar 2013, 17:03 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Start im Spätgeschäft den Aufwärtstrend fortgesetzt.

Händler sagten, die Stimmung sei gut und habe sich auch kaum von der nach unten revidierten Prognose der Weltbank für die Weltwirtschaft trüben lassen. Nach einer kurzen Konsolidierungsphase hätten die Marktteilnehmer die niedrigeren Kurse als Kaufgelegenheiten wahrgenommen und bei den Dividendenpapieren wieder zugegriffen. Dabei könnten auch die sehr guten Quartalsgewinne der beiden US-Grossbanken Goldman Sachs und JPMorgan geholfen haben, hiess es.

Der SMI notierte kurz vor Schluss um 0,5 Prozent höher bei 7307 Punkten. Dies ist der höchste Stand seit Anfang September 2008. Der breite SPI stieg um 0,4 Prozent auf 6718 Zähler. Dies ist das höchste Niveau seit fünf Jahren.

Händler sagten, der starke Geldzufluss in Aktien und Aktienfonds verdeutliche den Stimmungswandel der Anleger. In der Woche zum vergangenen Mittwoch flossen netto 7,53 Milliarden Dollar in klassische US-Aktienfonds. Dies ist den Daten der Thomson-Reuters-Tochter Lipper zufolge der größte Zufluss seit Mai 2001. In börsennotierte Fonds (ETFs) steckten die Geldanleger zusätzliche 10,78 Milliarden Dollar.

Die gute Stimmung komme auch beim Angstbarometer, dem Volatilitätsindex, zum Ausdruck. Der Index notiert mit 12,4 Prozent nach wie vor auf einem sehr tiefen Niveau.

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS reagierten mit einer gewissen Verzögerung auf die guten Quartalsbericht der US-Grossbanken und drehten nach anfänglichen Gewinnmitnahmen wieder nach oben. Julius Bär machten die Einbussen wett.

Auch die Versicherungen setzten zu einer Erholung an, verharrten aber leicht unter den Vortagesstand.

Nach Kurszielerhöhungen und Kaufempfehlungen griffen die Anleger weiterhin zu den beiden Pharmawerten: Novartis stiegen um 0,8 Prozent und Roche gewannen 0,2 Prozent. Beide Titel erreichten vorübergehend die höchsten Werte seit März 2008.

Syngenta erreichten auf 391,60 Franken ein neues Rekordhoch, das die Aktien des Agrarchemiekonzerns praktisch halten konnten. Nestle dagegen bröckelten leicht ab.   Fortsetzung...