Durchwachsene Firmenbilanzen bremsen Aktien - Yen fällt

Freitag, 18. Januar 2013, 18:00 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Aus Furcht vor enttäuschenden Firmenbilanzen sind am Freitag nur wenige Aktienanleger neue Risiken eingegangen.

Dabei trugen die unter dem Strich durchwachsenen Geschäftszahlen von Firmen wie Intel zur Nervosität bei. Unterdessen schickten Spekulationen auf eine drastische Lockerung der japanischen Geldpolitik den Yen erneut auf Talfahrt.

Insidern zufolge will sich die Bank von Japan (BoJ) auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche ein Inflationsziel von zwei Prozent setzen und so lange Staatsanleihen kaufen, bis sie dies erreicht hat. Angesichts der hohen Erwartungen der Anleger sei das Risiko einer Enttäuschung aber groß, warnte Devisenstratege Kiran Kowshik von der BNP Paribas. Denn die Ankündigung aggressiver geldpolitischer Maßnahmen könnte sich bis zur Nominierung der neuen BoJ-Führungsspitze im zweiten Quartal hinziehen.

Der Dollar stieg am Freitag um bis zu 0,4 Prozent auf ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 90,18 Yen. Sollte die BoJ die Geldpolitik wie erwartet lockern, seien innerhalb der kommenden zwei bis drei Wochen Kurse von bis zu 95 Yen drin. So billig war die japanische Währung zuletzt im Sommer 2009. Der Euro markierte am Freitag mit 120,70 Yen den höchsten Stand seit immerhin knapp zwei Jahren. Am Abend kosteten Dollar und Euro 89,92 beziehungsweise 119,53 Yen.

DAX, DOW & CO. KOMMEN KAUM VOM FLECK

Am Aktienmarkt verabschiedeten sich Dax und EuroStoxx50 jeweils etwa 0,4 Prozent schwächer bei 7702,23 beziehungsweise 2709,59 Punkten ins Wochenende. Damit lagen beide knapp unter dem Niveau vom vergangenen Freitag. Auch an der Wall Street bewegten sich die Kurse kaum. Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 notierten wenig verändert bei 13.595, 3123 und 1478 Zählern.

"Was wir für steigende Kurse benötigen, sind starke Unternehmensergebnisse", sagte Marktanalystin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Die Chancen hierfür stünden nicht schlecht. "Die Erwartungen sind niedrig." In der kommenden Woche wollen unter anderem Apple und Siemens ihre Bücher öffnen.

MÖGLICHER STELLENABBAU TREIBT COMMERZBANK-AKTIE

Zu den Favoriten im Dax gehörten Commerzbank, deren Aktien sich um 1,8 Prozent auf 1,69 Euro verteuerten. Medienberichten zufolge will das Institut bis zu 6500 Stellen streichen.   Fortsetzung...