Gewinnmitnahmen bei Novartis könnten Schweizer Börse belasten

Donnerstag, 24. Januar 2013, 08:24 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse könnte am Donnerstag schwächer tendieren.

Nach dem starken Kursanstieg am Vortag schlossen Händler Gewinnmitnahmen bei den im Börsenindex schwer gewichteten Novartis-Aktien nicht aus. Der Titel hatte am Vortag nach der Veröffentlichung des Jahresergebnisses und des Rücktritts von Verwaltungsratspräsident Daniel Vasella mehr als vier Prozent zugelegt. Die Stimmung belasten könnte auch, dass der iPhone- und iPad-Hersteller Apple die Erwartungen der Analysten trotz eines Rekordergebnisses nicht erfüllen konnte.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich unverändert mit 7397 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,2 Prozent höher mit 7332 Punkten.

Der Pharmazulieferer Lonza hat 2012 den Umsatz akquisitionsbedingt um 45,8 Prozent auf 3,925 Milliarden Franken gesteigert. Der Betriebsgewinn EBIT stieg um 15 Prozent auf 335 Millionen Franken. Die Dividende soll 2,15 Franken je Aktie betragen. Der Reingewinn erhöhte sich um 18 Prozent auf 182 Millionen Franken. Der Titel tendierte vorbörslich schwächer.

Logitech hat im 3. Geschäftsquartal bei einem um 14 Prozent ermässigten Umsatz von 615 Millionen Dollar einen Verlust von 195 Millionen Dollar (Vorjahr: Gewinn von 55 Mio Dollar) geschrieben. Nun soll die Produktpalette verschlankt werden und die Kosten sollen noch stärker gesenkt werden als geplant, teilte der Hersteller von Computerzubehör mit. Logitech wurde vorbörslich mit einem Kursabschlag von vier Prozent indiziert nach einem Kurssprung von sechs Prozent am Vortag.

Der Pharmakonzern Novartis hat für das Medikament Exjade in den USA für eine neue Patientenklasse die Zulassung zur Behandlung von Eisen-Überschuss erhalten. Das Roche Medikament Avastin wurde in den USA für eine weitere Behandlungsmethode bei Darmkrebs zugelassen.

Der Bauzulieferer AFG hat 2012 einen Umsatzrückgang um 4,3 Prozent auf 1,289 Milliarden Franken verzeichnet. Die Entwicklung sei im erwarteten Rahmen verlaufen, so die Firma.