Schweizer Börse tendiert gehalten - Lonza enttäuscht Anleger

Donnerstag, 24. Januar 2013, 10:34 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag im frühen Geschäft wenig verändert tendiert.

Die Stimmung habe durch das enttäuschende Quartalsergebnis von Apple einen Dämpfer erhalten, sagten Händler. Da aber andere US-Firmen gute Zahlen vorgelegt hätten und auch Konjunkturdaten aus Europa besser als erwartet ausgefallen seien, halte sich der Markt recht gut. Ausserdem seien die befürchteten Gewinnmitnahmen bei Marktschwergewicht Novartis ausgeblieben.

Der SMI notierte um 0,1 Prozent höher bei 7402 Punkten. Der breite SPI war mit 6802 Zählern ebenfalls um 0,1 Prozent höher.

Unter Druck standen die Aktien von Lonza mit einem Abschlag von vier Prozent. Der Pharmazulieferer hat mit seiner Prognose für zehn Prozent mehr Betriebsgewinn im laufenden Jahr die Anleger enttäuscht. 2012 betrug das Plus 28 Prozent auf 335 Millionen Franken. "Die Gewinnprognose ist etwas schwach", sagte ein Händler. "Lonza befindet sich in einer Übergangsphase mit zunächst einmal wenig ambitiösen Zielen", erklärte ZKB-Analyst Martin Schreiber. Von Reuters befragte Analysten hatten für 2013 im Schnitt ein Ebit-Wachstum von gut 20 Prozent prognostiziert.

Auch das Ergebnis von Logitech wurde mit kräftigen Abgaben quittiert. Der Titel brachen 7,2 Prozent ein. Der Computerzubehör-Hersteller setzte im dritten Geschäftsquartal weniger um und das Ergebnis litt unter Wertberichtigungen.

Stützen den Marktes waren die Genussscheine von Roche, die 0,7 Prozent vorrückten. Das Medikament Avastin darf in den USA künftig breiter eingesetzt werden.

Novartis ermässigten sich nach dem Kurssprung am Vortag um 0,1 Prozent. Mit dem Medikament Exjade darf in den USA eine neue Patientengruppe bei Eisen-Überschuss behandelt werden.

Uneinheitlich waren die Anteile der Banken. UBS gewannen 0,6 Prozent, während Credit Suisse 0,7 Prozent einbüssten. Julius Bär waren unverändert. Bei dem Vermögensverwalter beginnt die Kapitalerhöhung. Ausgegeben werden unter Ausschluss des Bezugsrechts für bestehende Aktionäre 7,1 Millionen neue Aktien.

Bei den meist wenig veränderten Versicherungswerten stachen Helvetia mit einem Plus von 1,7 Prozent heraus.

Die Aktien zyklischer Firmen bewegten sich abgesehen von einzelnen Ausreissern seitwärts. Adecco gaben um 1,3 Prozent nach, Holcim dagegen zogen 1,1 Prozent an.