Schweizer Börse konsolidiert auf Jahreshoch

Freitag, 25. Januar 2013, 17:21 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Freitag wenig verändert gezeigt.

Nach einem Anstieg auf ein neues viereinhalb Jahre Hoch sei der Markt auf Konsolidierungskurs eingeschwenkt, sagten Händler. "Nach einem solche Jahresauftakt - wir liegen nach gut drei Wochen mit zehn Prozent im Plus - war eine Verschnaufpause wünschenswert", sagte ein Händler. Dabei wirkten sich die Gewinnmitnahmen vor allem bei den schwergewichteten Pharmawerten Novartis und Roche stark auf den Markt aus.

Händler rechneten nach der Konsolidierung mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Grundsätzlich sei die Stimmung weiterhin gut, hiess es. Die US-Firmen hätten zu 75 Prozent "positive Gewinnüberraschungen geliefert", erklärten die Analysten von CS Private Banking. Vor dem Wochenende neigten die Anleger aber dazu, ihre Gewinne sicherstellen.

Der SMI, der vor einer Woche bei 7369 Punkten stand, notierte kurz vor Schluss um 0,1 Prozent tiefer bei 7452 Punkten. Bei 7468 markierte der Leitindex vorübergehend den höchsten Stand seit Juni 2008. Der breite SPI trat mit 6850 Zählern auf der Stelle.

Die Novartis-Aktien verloren 0,6 Prozent und die Genussscheine von Konkurrent Roche sanken um 0,9 Prozent. Biotech-Wert Actelion gab 0,5 Prozent nach. Bei den Nebenwerten schnellten Cosmo zehn Prozent hoch. Die italienische Pharmafirma stellte auf ihrem Investorentag in Mailand für 2014 einen Umsatz von 108 Millionen Euro in Aussicht - das wäre nahezu eine Verdopplung gegenüber 2012. Der operative Gewinn soll auf 72 von 28 Millionen Euro klettern.

Die Aktien der Banken zeigten sich richtungslos. Zuletzt waren Credit Suisse um 0,1 Prozent höher und UBS ermässigten sich um 0,5 Prozent. Den Banken scheint es Händlern zufolge wieder besser zu gehen. Doch die Mitteilung der EZB, dass kommende Woche 278 Institute insgesamt 137,2 Milliarden Euro an die EZB zurückzahlen wollen, die sie sich Ende 2011 beim ersten von zwei ultra-langlaufenden Refinanzierungsgeschäften Geld geliehen hatten, bewirkte nur ein kurzes Strohfeuer. Im Markt war nach einer Reuters-Umfrage mit rund 100 Milliarden gerechnet worden. Im Markt wurde dies als klares Zeichen dafür interpretiert, dass sich die Kreditinstitute wieder besser refinanzieren können.

Die Versicherungswerte notierten kaum verändert.

Bei den Anteilen zyklischer Firmen setzte sich nach einem verhaltenen Start dank Unterstützung des überraschend guten deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex ein Aufwärtstrend durch. ABB und Adecco legten 0,2 Prozent zu und Holcim gewannen 1,4 Prozent. Kaufempfehlungen verhalfen Clariant zu einem Plus von zwei Prozent.

Die Aussicht auf einen Eigentümerwechsel verhalf den wenig liquiden Aktien von Mondobiotech zu einem Kurssprung von 44 Prozent. Nach Angaben von Mondobiotech will die italienische Pierrel ihre Tochter Pierrel Research International als Sacheinlage in die Firma einbringen. Pierrell soll dafür neue Mondobiotech-Aktien erhalten - 2,75 Stück für jeden ausstehenden Titel - und zum Mehrheitsaktionär werden.