Schweizer Börse fester - Novartis setzen Anstieg fort

Montag, 28. Januar 2013, 17:16 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag den Aufwärtstrend mit Unterstützung besser als erwarteter US-Konjunkturdaten fortgesetzt.

Aktien zyklischer Firmen fanden nach Händlerangaben rege Nachfrage. Aber auch schwergewichteten Titel wie Novartis und UBS legten zu und verliehen dem Markt eine freundliche Note. Die Stimmung sei dank der mehrheitlich positiven Firmen- und Konjunkturdaten sowie der Entspannung in der Euro-Krise nach wie vor gut, erklärten Händler.

Der Leitindex SMI notierte am späten Nachmittag um 0,2 Prozent höher auf 7476 Punkten. Der breite SPI gewann ebenfalls 0,2 Prozent auf 6869 Zähler.

"Der Markt drängt nach oben. Jede Delle wird für Zukäufe benützt", sagte ein Händler. Allmählich befinde sich der Markt aber auf einem technisch schwierigen Niveau. Das hohe Tempo, mit dem der Markt gestiegen sei, wirke etwas beängstigend. Manche Anleger seien sorgenlos.

Der tiefe Volatilitätsindex und der sehr grosse Optimismus vieler Marktteilnehmer deuteten auf eine Korrektur hin. Der SMI-Vola-Index notiert unter dem Niveau, das er vor dem Ausbruch der Finanzkrise erreicht hatte, als die Aktienkurse weltweit Höchstwerte erreicht hatten.

Die Gefahr eines temporären Rückschlags sei gegeben, hiess es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Ein stärkerer Rückschlag sei aber nicht zu erwarten. Die ZKB veranschlagt das Korrekturpotenzial auf drei bis maximal fünf Prozent.

An der Spitze der SMI-Gewinnerliste stand sie Aktien von Transocean, die mehr als drei Prozent gewannen. Der Titel des Erdölbohrplattformbetreibers reagierte mit dem Kurssprung auf die Forderung von Grossaktionär Carl Icahn, je Aktie eine Dividende von mindestens vier Dollar auszuschütten.

Novartis knüpften an den Aufwärtstrend an, der in der Vorwoche nach der Vorlage des Jahresberichts begonnen hatte. und stiegen ein Prozent. Die US-Gesundheitsbehörden FDA haben Gleevec zur Behandlung von Kindern mit einer Form von Leukämie zugelassen. Der Genussschein von Konkurrentin Roche verlor 0,5 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen und einer vorsichtigen Haltung der Anleger vor dem am Mittwoch anstehenden Jahresberichts von Roche. Die Aktie des Marktschwerstgewichts Nestle rückte 0,3 Prozent vor.

Uneinheitlich tendierten die Aktien der Banken. Credit Suisse traten praktisch auf der Stelle. Der Grossbank drohen in einem Prozess um milliardenschweren Anlegerbetrug durch einen US-Finanzdienstleister Schadenersatzzahlungen von bis zu zwei Milliarden Dollar. Das ist das Ergebnis einer US-Gerichtsentscheidung vom Freitag. UBS legten dagegen knapp ein Prozent zu. Die Versicherungswerte tendierten mehrheitlich fester. Swiss Re aber sanken um 0,5 Prozent.

Konjunkturhoffnungen stützten die Papiere zyklischer Firmen wie ABB, Fischer und Holcim. Sulzer und Geberit litten laut Händlern unter Gewinnmitnahmen nach dem starken Anstieg.