Konjunkturoptimismus gibt Asien-Börsen Auftrieb

Mittwoch, 30. Januar 2013, 07:48 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch deutliche Gewinne verzeichnet.

Ermutigende Daten vom US-Häusermarkt und Zuversicht über die wirtschaftliche Entwicklung in China sorgten für gute Stimmung auf dem Handelsparkett. In Tokio stieg der Nikkei-Index auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Zugleich warteten die Anleger gespannt auf die US-Notenbank. Die Federal Reserve will sich am Abend dazu äußern, wie sie die konjunkturelle Lage der weltgrößten Volkswirtschaft einschätzt. Analysten erhoffen sich Hinweise darauf, ob die Notenbank angesichts zuletzt recht optimistisch stimmender Daten ihre massiven Konjunkturhilfen zurückfahren will und absehbar weniger Anleihen aufkaufen wird.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 11.113 Punkte. Dank des schwächeren Yen legten erneut vor allem Exportwerte zu. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur, Südkorea, Australien, Shanghai und Hongkong verzeichneten Gewinne. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,4 Prozent, zwischenzeitlich legte der Index sogar um 0,6 Prozent zu und kam damit in die Nähe eines 18-Monats-Hochs. Der australische Markt legte 0,2 Prozent zu und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Zugleich war es der zehnte Tag mit Aufschlägen in Folge - die längste Gewinnserie seit 2003.

Der japanische Markt wurde insbesondere von Softbank- und Yahoo-Japan-Papieren gestützt. Softbank-Anteilscheine profitierten vor allem von der Ankündigung des US-Bezahlsenders Dish Network, zumindest vorerst auf eine Klage gegen die geplante Beteiligung von Softbank am US-Telekomkonzern Sprint Nextel zu verzichten. Die Softbank-Aktie kletterte um 3,6 Prozent. Die Papiere von Yahoo Japan machten gar einen Kurssprung von gut 17 Prozent. Das Unternehmen hatte angekündigt, etwa 1,4 Prozent seiner Aktien zurückzukaufen.

Ungeachtet der an Fahrt gewinnenden Bilanzsaison in Japan ist nach Ansicht von Analysten die Grundstimmung am Markt durch die sogenannten "Abenomics" gekennzeichnet. In der Hoffnung, dass die Politik einer lockeren Geldpolitik und einer Schwächung des Yen von Ministerpräsident Shinzo Abe die Finanz- und Exportwerte stärkt, strömen seit Wochen Anleger in den Markt.

In Südkorea gehörte Chiphersteller SK Hynix zu den gefragtesten Werten. Das Papier stieg um 0,6 Prozent, nachdem SK Hynix im abgelaufenen Quartal wieder in die Gewinnzone zurückfand.

Der Euro hielt sich in Fernost in der Nähe seines jüngsten 14-Monatshochs zum Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3487 Dollar bewertet, nach 1,3490 Dollar im späten US-Handel. Am Dienstag war er bis auf 1,3498 geklettert.