Roche und UBS ziehen Schweizer Börse nach unten

Mittwoch, 30. Januar 2013, 15:25 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Konsolidierung an der Schweizer Börse hat sich am Mittwoch fortgesetzt.

Gewinnmitnahmen in den schwer gewichteten Aktien des Pharmakonzerns Roche und der Grossbank UBS drückten dabei am stärksten auf die Kurse. Auch verhielten sich die Anleger vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten wie dem ADP-Bericht über den Arbeitsmarkt oder die erste Schätzung zum Wachstum im vierten Quartal 2012 sowie des Ergebnisses der Offenmarktausschusssitzung der US-Notenbank (Fed) vorsichtig. Die Umsätze waren laut Händlern abgesehen von Ausnahmen eher leicht unterdurchschnittlich.

Der SMI notierte am frühen Nachmittag um 0,7 Prozent oder 50 Punkte tiefer auf 7409 Punkten. Der breite SPI verlor 0,6 Prozent auf 6809 Zähler.

Roche verloren 1,7 Prozent auf 198 Franken. Dies allein belastete den Leitindex mit gut 20 Zählern. Der Pharmariese erhöhte 2012 den Umsatz um sieben Prozent auf 45,5 Milliarden Franken und den Gewinn um zwei Prozent auf 9,77 Milliarden Franken. Die Dividende wird zum 26. Mal in Folge angehoben und liegt mit 7,35 Franken um acht Prozent über dem Stand vom Vorjahr. Roche will dieses Jahr ebenso stark wachsen wie 2012. Analysten bezeichneten das Ergebnis als solide. "In etwa wie erwartet", hiess es. Der Titel leide unter Gewinnmitnahmen, nachdem er so gut gelaufen sei. Ein anderer Börsianer äusserte sich enttäuscht, dass Roche zusätzlich zur regulären Dividende nicht auch noch eine Sonderausschüttung ausrichten wollte. "Das ist der einzige Wermutstropfen", sagte er weiter.

Die Aktie von Konkurrentin Novartis, die vor einer Woche nach dem Jahresbericht kräftig zugelegt hatten, konsolidierten auf hohem Niveau. Die Titel des dritten SMI-Schwergewichts Nestle sanken um 0,3 Prozent auf 64,15 Franken. Nestle hatten im Frühhandel mit 64,50 Franken noch ein neues Hoch erklommen.

Die Finanzwerte rutschten nach einer freundlichen Eröffnung in die Verlustzone. Die Anteile der Grossbank UBS sackten um fast zwei Prozent ab. Händler sprachen wie bei Roche von Gewinnmitnahmen. Ausserdem hatte Exane BNP das Rating auf Neutral von Buy gesenkt. Credit Suisse verloren ein Prozent und Julius Bär ermässigten sich um 0,5 Prozent.

Bei den Versicherungsaktien waren Zurich knapp gehalten. Swiss Re büssten 0,8 Prozent ein.

Uneinheitlich zeigten sich die Aktien zyklischer Firmen. ABB und Holcim gaben die Gewinne preis. Adecco und Geberit legten zu und Clariant und Fischer büssten Terrain ein.

Gewinnmitnahmen drückten auch die Aktien der beiden Biotechfirmen Basilea und Cosmo ins Minus. Die beiden Titel hatten in jüngster Zeit kräftig zugelegt.