Schweizer Börse dreht nach US-Daten ins Plus

Donnerstag, 31. Januar 2013, 17:14 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Donnerstag angezogen.

Nach anfänglichen Kurseinbussen dämpfte der überraschend starke Chicagoer Einkaufsmanagerindex die am Vortag aufgekeimten Konjunktursorgen und sorgte am Nachmittag für Schub. Der Start in den Februar dürfte zu einem Gutteil davon abhängen, wie die US-Arbeitsmarktdaten im Markt aufgenommen werden, sagten Händler. Im Januar hat der SMI gut acht Prozent gewonnen. Kurz vor Schluss notierte der Leitindex um 0,1 Prozent höher bei 7392 Punkten. Der breite SPI stieg marginal auf 6792 Zähler.

Der Chicago-PMI stieg auf ein Neunmonatshoch und die US-Einkommen nahmen so stark zu wie seit Jahren nicht mehr. Am Mittwoch hatte die im vierten Quartal überraschend geschrumpfte US-Wirtschaft die Anleger aufgeschreckt. Die amerikanische Notenbank Fed hält wie erwartet an ihrer lockeren Geldpolitik fest.

Einen achterbahnähnlichen Kursverlauf zeigten die Bankaktien. Nachdem sie zunächst an den Abwärtstrend der Vortage angeschlossen hatten, setzten sie am Nachmittag zu einer Erholung an. Credit Suisse notierten 0,8 Prozent höher, während UBS leicht im Minus verharrten. Julius Bär rückten 0,3 Prozent vor und Vontobel gewannen 0,9 Prozent. Die vier Banken legen in der kommenden Woche ihre Jahresberichte vor. Der überraschend hohe Quartalsverlust der Deutschen Bank von 2,2 Milliarden Euro belastete den Sektor kaum. Die Aktien der grössten deutschen Bank zogen 3,5 Prozent an.

Die Versicherungsaktien zeigten sich bei meist geringen Kursausschlägen richtungslos.

Die Roche-Genussscheine holte mit 1,4 Prozent Plus einen Grossteil der Vortagsverluste auf. Analysten äusserten sich positiv zur Jahresbilanz des Pharmakonzerns. Die Aktien von Konkurrent Novartis gaben 0,2 Prozent nach.

Mehrheitlich schwächer waren die Aktien zyklischer Firmen, was Händler Konjunktursorgen und Gewinnmitnahmen erklärten. ABB, Adecco und Geberit verloren gegen ein Prozent oder mehr. Holcim schwächten sich um 0,3 Prozent ab.

Swatch legten 1,6 Prozent zu. Konzernchef Nick Hayek hatte sich positiv zu den Geschäftsaussichten in China geäussert. Die Titel von Konkurrent Richemont waren leichter.

Bei den Nebenwerten fielen Bucher mit 1,5 Prozent Kursplus auf. Der Landmaschinen- und Kommunalfahrzeugbauer erzielte 2012 mehr Umsatz und erwartet einen Gewinnanstieg. Dieses Jahr dürften Umsatz und Rentabilität zunehmen.

Meyer Burger fielen um 4,3 Prozent. Die Aktien des Solarzulieferers hat im laufenden Jahr bereits rund 30 Prozent an Wert gewonnen.

Eine Kurszielsenkung durch Goldman Sachs belastete Nobel Biocare und Straumann.