Schweizer Börse startet vor US-Jobdaten fester

Freitag, 1. Februar 2013, 10:09 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitagmorgen angezogen. Die Anleger griffen zum Monatsanfang zu und sorgten Händlern zufolge für positive Stimmung.

Vor den US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag trauten sie sich aber noch nicht recht aus der Deckung. Am Vortag hatten uneinheitlich ausgefallene amerikanische Konjunkturdaten Zweifel an der Erholung der weltgrössten Wirtschaft geweckt. "Es gibt die leise Hoffnung, dass die Jobdaten besser als erwartet ausfallen könnten", sagte ein Händler.

Der SMI notierte um 0,4 Prozent höher bei 7420 Punkten. Der breite SPI legte 0,5 Prozent auf 6822 Zähler zu.

An der Spitze der Standardwerte standen die Aktien der Credit Suisse mit einem Kursplus von zwei Prozent. Die UBS-Titel dagegen schwächte sich leicht ab. Ein Händler verwies auf eine Sektorstudie von Exane BNP, wonach die Banken die Kapitalanforderungen eher erfüllen denn verfehlen dürften. Dabei zähle Credit Suisse zu den Favoriten. Ein Börsianer verwies auch Spekulationen, dass CS im vierten Quartal überraschend gut abgeschnitten haben könnte.

Die beiden Grossbanken sowie die Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel legen kommende Woche die Jahresbilanzen vor.

Bei den mehrheitlich gut behaupteten Versicherungswerten legten Baloise knapp ein Prozent zu.

Kaum verändert zeigten sich die Titel der als krisenresistent geltenden Marktsschwergewichte Nestle, Novartis und Roche.

Die Anteile zyklischer Werte tendierten meist fester. Unterstützung kam von den europaweit überraschend starken Einkaufsmanagerindizes. ABB, Claraint, Geberit und Givaudan gewannen rund ein halbes. Sulzer zogen ein Prozent an. Im Aufwind waren auch die Titel der beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, die von positiven Studien profitierten.

Die Aktien von Autoneum und Gurit legten mehr als ein Prozent zu. Beide Unternehmen steigerten 2012 den Umsatz.