Konjunkturhoffnungen locken Käufer an Schweizer Börse

Freitag, 1. Februar 2013, 17:59 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Freitag unterstützt von positiven Konjunkturdaten aus dem In- und Ausland fester geschlossen.

Händler sagten, die Daten machten Hoffnung, dass die Weltwirtschaft die Talsohle erreicht, wenn nicht gar durchschritten habe. Für zusätzliche Unterstützung sorgten laut Händlern auch Anleger, die zum Monatsanfang bei den Beteiligungspapieren zugriffen.

SMI, der vor einer Woche bei 7459 Punkten stand, schloss um 0,4 Prozent höher bei 7420 Punkten. Der breite SPI legte 0,5 Prozent auf 6824 Zähler zu.

Genährt wurde der Konjunkturoptimismus von den Einkaufsmanagerindizes aus den USA, Euroland und der Schweiz, die besser als erwartet ausgefallen waren und die Zweifel an der Erholung der US-Wirtschaft wieder ausräumten. Am Vortag hatten uneinheitlich ausgefallene amerikanische Konjunkturdaten ebensolche Zweifel geweckt.

An der Spitze der Standardwerte standen die Aktien der beiden Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont, die von den Konjunkturhoffnungen beflügelt wurden und mehr als drei Prozent zulegen konnten. Aber auch Industriewerte wie ABB, Clariant, Geberit, Sulzer und Fischer rückten um bis zu drei Prozent vor. Adecco kletterten 2,2 Prozent, nachdem der US-Arbeitsmarktbericht nicht so schwach wie befürchtet ausgefallen war.

Bucher gewannen 3,1 Prozent, was Händler mit Anschlusskäufen erklärten. Der Hersteller von Spezialfahrzeugen und Landmaschinen hatte am Vortag für 2012 mehr Umsatz berichtet und einen höheren Gewinn in Aussicht gestellt.

Die Aktien von Autoneum und Gurit gingen ebenfalls deutlich fester aus dem Handel. Beide Unternehmen steigerten 2012 den Umsatz.

Bei den Banken stachen Credit Suisse mit einem Kursplus von 1,8 Prozent heraus. Die UBS-Titel rückten um 0,6 Prozent vor. Ein Händler verwies auf eine Sektorstudie von Exane BNP, wonach die Banken die Kapitalanforderungen eher erfüllen denn verfehlen dürften. Credit Suisse zähle dabei zu den Favoriten.

Ein Börsianer verwies auch auf Spekulationen, dass CS im vierten Quartal überraschend gut abgeschnitten haben könnte. Die beiden Grossbanken sowie die Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel, deren Aktien ebenfalls höher gehandelt wurden, legen kommende Woche die Bilanzen vor.

Uneinheitlich zeigten sich dagegen die Titel der als krisenresistent geltenden Marktsschwergewichte. Nestle waren knapp gehalten. Novartis schwächten sich um 0,6 Prozent ab und Roche stiegen um 0,5 Prozent.