Schweizer Börse - Schwergewichte und Finanzwerte gesucht

Dienstag, 5. Februar 2013, 17:18 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Kursgewinne der schwergewichtigen Pharma- und Nahrungsmittelwerte sowie von Finanztiteln haben am Dienstag der Schweizer Börse Aufwind verliehen.

Die Aktien der Grossbank UBS reagierten mit einer Achterbahnfahrt auf die Veröffentlichung der Jahresbilanz.

Der SMI notierte kurz vor Schluss um 0,6 Prozent höher bei 7410 Punkten und machte damit den Vortagesverlust praktisch wett. Der breite SPI stieg ebenfalls um 0,6 Prozent auf 6814 Zähler.

Händler sagten, die Wahlen in Italien Ende Februar und die Probleme in Spanien hätten die Euro-Schuldenkrise wieder stärker ins Bewusstsein der Anleger gerückt. Diese griffen daher verstärkt nach den als krisensicher geltenden Werten. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle gewannen 0,6 Prozent und der beiden Pharmawerte Novartis und Roche, rückten 0,7 beziehungsweise 1,1 Prozent vor. Händler rechnen damit, dass die Korrektur an den Börsen weitergeht. "Die Aktienkurse sind in den vergangenen Monaten sehr stark gestiegen. Da braucht es einfach eine kleine Korrektur", sagte ein Händler.

Im Mittelpunkt stand UBS. Die Aktien schwankten zwischen einem Plus von drei Prozent und ebenfalls drei Prozent Abschlag. Zuletzt notierten sie praktisch unverändert bei 15,61 Franken. Die Grossbank schrieb 2012 mit einem Verlust von 2,5 Milliarden Franken erstmals seit der Finanzkrise wieder rote Zahlen. Analysten hatten mit einem Minus von rund drei Milliarden gerechnet. Zugleich verringerte UBS im letzten Jahr ihre Bilanzrisiken und stärkte die Eigenkapitalausstattung. Die Dividende soll um 50 Prozent auf 0,15 Franken je Aktie erhöht werden. Unter dem Strich würden die positiven Faktoren leicht überwiegen, hiess es im Markt. "Die Bank ist dabei auszumisten", sagte ein Händler.

Die Aktien von Konkurrent Credit Suisse, der sein Ergebnis am Donnerstag veröffentlicht, dagegen stiegen um zwei Prozent. Vontobel gaben 1,6 Prozent nach. Der Vermögensverwalter legt seine Jahresbilanz am Mittwoch vor. Im Gegensatz zur UBS erwarteten die Analysten bei den beiden Geldhäusern schwarze Zahlen.

Bei den Versicherungen schnellten die Aktien von Swiss Re 4,2 Prozent hoch. Händler verwiesen auf den Gewinnsprung und die deutliche Dividendenerhöhung von Konkurrent Münchener Rück. Das und das 150-jährige Jubiläum schürten die Hoffnung auf eine Sonderausschüttung bei Swiss Re.

Givaudan schossen fünf Prozent hoch. Vorübergehend erreichten die Titel des Riechstoff- und Aromenherstellers bei 1070 Franken ein Rekordhoch. Givaudan steigerte den Umsatz und Gewinn im letzten Jahr stärker als von Analysten erwartet und erhöht die Dividende um zwei Drittel auf 36 Franken pro Aktie.

Die Aktien zyklischer Firmen tendierten meist fester. Swatch allerdings konsolidierten den jüngsten Kursanstieg und gaben 0,2 Prozent nach. Der Uhrenkonzern hatte am Vortag einen Rekordgewinn veröffentlicht. Die Schweizer Uhrenexporten sanken im Dezember um neun Prozent gefallen. Die Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont ermässigten sich ebenfalls um 0,2 Prozent.