ETF-Anleger ziehen Gelder aus Deutschland ab

Mittwoch, 6. Februar 2013, 17:25 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Trotz steigender Börsenkurse haben ETF-Anleger im Januar Gelder aus deutschen Aktienprodukten abgezogen.

Diese börsennotierten Indexfonds (ETFs) verzeichneten Abflüsse von insgesamt 341 Millionen Dollar, wie der US-Vermögensverwalter Blackrock am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich steckten die Anleger in europäische Aktien-ETFs aber zwei Milliarden Dollar.

Nach Angaben des Datenanbieters Markit flossen aus den beiden größten ETFs auf deutsche Aktien - dem iShares Dax von Blackrock und dem Dax-ETF von db x-trackers - 138 Millionen sowie 115 Millionen Dollar ab. Der Dax legte im Januar 2,2 Prozent zu. Laut Markit-Daten favorisierten Investoren stattdessen Aktien-ETFs mit dem Fokus auf Italien und Spanien, die zuletzt unter der Euro-Schuldenkrise gelitten hatten.

Weltweit verzeichneten die ETPs, zu der auch ETFs gehören, nach Angaben von Blackrock im Januar Zuflüsse von 40,2 Milliarden Dollar. Damit war es der beste Jahresauftakt in der Geschichte von ETPs. Auf Investitionen in Aktien entfielen dabei 94 Prozent der Zuflüsse. In ETPs auf Schwellenländer-Aktien steckten Investoren insgesamt 13,2 Milliarden Dollar. Bei einzelnen Aktien von Unternehmen aus den aufstrebenden Ländern bevorzugten die Anleger China, Südkorea und Mexiko. "Niedrige Zinsen, zurückgegangene Bedenken um Europa, ein etwas besserer Ausblick für China sowie akzeptable Gewinne der US-Unternehmen haben die Investoren etwas mutiger werden lassen", sagte Dodd Kittsley, ETP-Chefanalyst bei Blackrock.