Schweizer Börse etwas leichter gesehen

Donnerstag, 14. Februar 2013, 08:16 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse dürfte am Donnerstag wenig verändert bis eine Spur fester starten.

Die Vorgaben aus den USA und Asien seien wenig richtungsweisend, sagte ein Händler. Die Firmenergebnisse, die mehrheitlich gut im Rahmen der Erwartungen ausgefallen seien, dürften den Markt beeinflussen. "Es gibt keine negativen Überraschungen dabei, das müsste eigentlich helfen", sagte der Händler.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,1 Prozent tiefer mit 7478 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex um 0,7 Prozent höher geschlossen. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsstart um 0,2 Prozent leichter mit 7392 Zählern.

Nestle steigerte den Umsatz um 10,2 Prozent auf 92,2 Milliarden Franken. Das organische Wachstum erreichte 5,9 Prozent. Den Gewinn verbesserte Nestle um 1,1 Milliarden auf 10,6 Milliarden Franken. Nestle will die Ausschüttung an die Aktionäre auf 2,05 Franken von 1,96 Franken je Aktie anheben. Auch im laufenden Jahr peilt der Konzern ein organisches Wachstum von fünf bis sechs Prozent an. Damit habe Nestle die Analystenerwartungen getroffen. "Die Frage ist jetzt, reagiert der Markt enttäuscht, dass Nestle nicht positiv überrascht hat?", fragte ein Händler. Dies könnte den Gesamtmarkt beeinflussen. Vorbörslich wurde für die Nestle-Aktie ein um 0,7 Prozent tieferer Kurs indiziert.

Der Versicherungskonzern Zurich hat 2012 trotz hoher Schadenzahlungen für den Hurrikan "Sandy" und Wertberichtigungen in Deutschland den Reingewinn um drei Prozent auf 3,88 Milliarden Dollar gesteigert und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktionäre sollen unverändert 17 Franken Dividende je Aktie erhalten. Vorbörslich wurde ein stabiler Aktienkurs gestellt.

ABB gönnt seinen Aktionären trotz schrumpfender Gewinne eine höhere Dividende. Obwohl der Jahresüberschuss 2012 um rund 15 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar zurückging, will der Konzern die Ergebnisbeteiligung um drei Rappen auf 0,68 Schweizer Franken je Anteilsschein erhöhen. Vor allem der Auftragseingang und der Reingewinn seien positiv, hiess es am Markt. Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Plus von 1,5 Prozent.

Actelion ist im vergangenen Jahr mit 303,2 Millionen Franken Reingewinn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt, nachdem 2011 Rückstellungen für einen Lizenzstreit und Zahlungsausfälle durch die europäische Schuldenkrise Europas grösste eigenständige Biotechnologiefirma tief in die roten Zahlen gedrückt hatten. Die Aktionäre sollen einen Franken Dividende je Aktie erhalten nach 0,80 Franken im Vorjahr. Die Produktverkäufe stagnierten bei 1,72 Milliarden Franken.

Clariant erzielte 2012 einen Überschuss von 238 Millionen Franken. Die Dividende soll um zehn Prozent auf 0,33 Franken je Aktie steigen.