G20-Treffen verhilft Tokioter Börse zu Kurssprung

Montag, 18. Februar 2013, 08:02 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Das G20-Treffen in Moskau hat Japans Börse am Montag zu kräftigen Kursgewinnen verholfen.

Exportwerte und Banken profitierten von der Entspannung im Streit über die Abwertung des Yen. Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) kritisierten Japan in ihrer Erklärung nicht direkt, sondern forderten die Mitgliedsstaaten lediglich dazu auf, von einer Abwertungspolitik Abstand zu nehmen und sich bei der Geldpolitik auf Wachstum und Preisstabilität zu konzentrieren. Japan sieht dies als Freibrief, an der ultralockeren Geldpolitik festzuhalten.

In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um gut zwei Prozent auf 11.407 Punkte und näherte sich damit wieder seinem Vier-Jahres-Hoch. Der breiter gefasste Topix schloss ebenfalls gut zwei Prozent höher bei 962 Zählern. In China, wo die Börsen nach dem eine Woche dauernden Neujahrsfest wieder geöffnet waren, gab der Shanghaier Leitindex 0,3 Prozent nach. Der MSCI-Index für die asiatischen Börsen außerhalb Japans notierte nahezu unverändert. Die US-Börsen waren am Freitag wenig verändert aus dem Handel gegangen. Sie blieben am Montag feiertagsbedingt geschlossen.

"Japan wird an seiner Währungspolitik festhalten", sagte Yuna Park von Dongbu Securities. Der Yen notierte am Montag zum Dollar bei 93,94 und setzte damit seine Talfahrt fort. Der Euro wurde kaum verändert mit 1,3341 zum Dollar gehandelt. Mit Spannung erwarten die Börsianer in Japan nun die Nominierung des neuen Notenbank-Chefs durch Ministerpräsident Shinzo Abe. Reuters-Informationen zufolge liegt der ehemalige Finanz-Spitzenbeamte Toshiro Muto vorne.

Zu den Gewinnern an der Tokioter Börse gehörten Exportwerte. Die Nissan-Aktien schlossen fast zwei Prozent fester, Canon-Papiere legten 1,4 Prozent zu. Auch Bankaktien waren gefragt. Die Mitsubishi UFJ-Aktien schnellten fast fünf Prozent in die Höhe, die Mitsuho-Financial-Titel um mehr als vier Prozent.

 
Men walk past a stock index board outside a brokerage in Tokyo January 18, 2013. REUTERS/Kim Kyung-Hoon