Debatte über Währungspolitik hat Euro im Griff

Freitag, 15. Februar 2013, 08:51 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Am Devisenmarkt stand am Freitag vor allem eines im Mittelpunkt: das Treffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20).

Viele Anleger erhofften sich mehr Klarheit über das weitere Vorgehen beim Thema Wechselkurspolitik und hielten sich mit Investitionen zunächst zurück. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,3370 Dollar. Auch die japanische Landeswährung, die sich am Donnerstag etwas stabilisiert hatte, lag mit 92,65 Yen in Reichweite ihres Schlusskurses.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zeigte sich am Morgen zuversichtlich, dass sich nach den G7 auch die G20-Länder auf eine gemeinsame Linie in der Währungspolitik verständigen können. Die Debatte über einen Abwertungswettlauf hatte zuletzt an Fahrt gewonnen, da Japan mit einer Geldschwemme eine Talfahrt seiner Landeswährung angeschoben hat, um damit die Wettbewerbschancen seiner Firmen im Ausland zu verbessern.

Die Analysten der Commerzbank gehen allerdings nicht davon aus, dass das Statement der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Moskau besonders klar ausfallen wird. Viel interessanter dürfte sein, wie sich die einzelnen Finanzminister und Notenbanker am Rande des Treffens äußern, schrieb Analystin Carolin Hecht in einem Kommentar.