Schweizer Börse auf Konsolidierungskurs

Montag, 18. Februar 2013, 12:31 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat am Montag im Verlauf leicht nachgegeben.

Der Markt habe einen Konsolidierungskurs eingeschlagen, sagten Händler. Nach dem Vorwochengewinn von 1,4 Prozent betrage das Plus seit Jahresanfang nun rund zehn Prozent. "In diesem Tempo kann es nicht weitergehen", sagte ein Händler. Zudem fehlten ja auch Impulse, die den Markt weiter nach oben tragen könnten. In den USA bleiben wegen des President's Day-Feiertages die Märkte geschlossen. Der Gipfel der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) vom vergangenen Wochenende in Moskau brachte laut Händlern keine konkreten Ergebnisse.

Der SMI notierte am Mittag um 0,2 Prozent tiefer auf 7483 Zählern. Der breite SPI bröckelte ebenfalls um 0,2 Prozent ab auf 6892 Punkte. Die Kursausschläge bei den Bluechips hielten sich mit weniger als einem Prozent sehr in Grenzen.

Die Marktteilnehmer warteten auf die im Laufe der Woche anstehenden Firmenbilanzen. Dabei dürfte dem am Dienstag angesetzten Jahresbericht von Nobel Biocare Aufmerksamkeit sicher sein. Der Titel des Herstellers von Dentalimplantaten legte drei Prozent zu. Die Anleger wetteten auf ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm, hiess es. Dass sich Grossaktionär Oskar Ronner nun doch nicht in den Verwaltungsrat des Dentalimplantate-Herstellers wählen lassen will, belastete den Titel nur vorübergehend. "Je nach dem was morgen veröffentlicht wird, kann sich die Aktie heftig bewegen", sagte ein Händler. Der Titel zähle zu den am meisten leerverkauften Werten in Europa. Der Titel von Konkurrent Straumann verlor 0,8 Prozent. Straumann legt den Jahresabschluss am Donnerstag vor.

Die Aktien der als krisensicher geltenden Firmen Nestle, Actelion und Novartis notierten gegen ein halbes Prozent schwächer. Die Aktionärsvertreter Ethos und Actares wollen dem Verwaltungsrat von Novartis auf der Generalversammlung am kommenden Freitag die Entlastung verweigern.

Roche GS legte um 0,2 Prozent zu. Der Pharmakonzern geht eine Zusammenarbeit mit der in Privatbesitz stehenden Biopharma-Firma Chiasma ein. Der Pharmariese erhält das Recht zur Vermarktung eines sich in Entwicklung befindlichen Medikaments gegen Stoffwechselkrankheiten und zahlt dafür 65 Mio Dollar im Voraus. Dazu kommen Meilensteinzahlungen von bis zu 530 Mio Dollar und eine Umsatzbeteiligung.

Die Anteile zyklischer Firmen tendierten meist leichter. Gewinnmitnahmen nach dem Kurssprung der Vorwoche drückten den Kurs des Anteilscheins von ABB um 0,3 Prozent.

Sulzer gewannen 2,2 Prozent. Mehrere Analysten äusserten sich positiv zu dem vom Anlagenbauer am Freitag veröffentlichten Jahresabschluss.

Bei den Aktien der Banken waren Credit Suisse und Julius Bär schwächer, während und UBS etwas höher gehandelt wurden. Eine Kaufempfehlung und Kurszielerhöhung der Citigroup auf 35,50 von 33 Franken half der Aktie der Bank Vontobel zu einem Kursplus von 3,5 Prozent. Die Assekuranzwerte waren kaum verändert. Swiss Re gewannen vor dem am Donnerstag erwarteten Jahresbericht leicht Terrain hinzu.