Schweizer Börse auf Konsolidierungskurs

Montag, 18. Februar 2013, 17:03 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer Börse hat sich am Montag in sehr engen Spannen bewegt und leicht nachgegeben.

Wegen des US-Feiertags President's Day blieben die Märkte in den USA geschlossen und Impulse aus dem Ausland blieben rar. Der Gipfel der Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) am Wochenende in Moskau wartete nicht mit konkreten Ergebnisse auf. Nach dem starken Jahresauftakt - der Leitindex SMI hat bisher rund zehn Prozent gewonnen - sei eine Verschnaufpause gut. "In diesem Tempo kann es nicht weitergehen", sagte ein Händler.

Der SMI notierte kurz vor Schluss um 0,1 Prozent tiefer bei 7494 Zählern. Der breite SPI bröckelte ebenfalls 0,1 Prozent auf 6900 Punkte ab.

Die Kursausschläge bei den Bluechips hielten sich zumeist mit weniger als einem Prozent sehr in Grenzen. Im Laufe der Woche sei mit Blick auf die Firmenbilanzen und Konjunkturdaten mit anziehender Aktvität zu rechnen. Bereits am Dienstag legt Nobel Biocare die Zahlen vor. Die Aktien der Zahnimplantate-Firma stiegen um 3,3 Prozent. Die Anleger wetteten auf ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm, hiess es. "Je nach dem was morgen veröffentlicht wird, kann sich die Aktie heftig bewegen", sagte ein Händler. Die Titel zählten zu den am stärksten leerverkauften in Europa. Die Anteile von Konkurrent Straumann rückten 0,2 Prozent vor. Straumann legt den Jahresabschluss am Donnerstag vor.

Die Aktien der als krisensicher geltenden Firmen Nestle, Actelion und Novartis notierten leichter. Roche stiegen auf den höchsten Stand seit rund fünf Jahren.

Die Aktionärs-Gruppen Ethos und Actares wollen dem Novartis-Verwaltungsrat auf der Generalversammlung am Freitag die Entlastung verweigern. Aktionäre und Politiker kritisieren, dass der abtretende Präsident Daniel Vasella nach seinem Rücktritt über sechs Jahre bis zu 72 Millionen Franken erhalten soll.

Die Anteile zyklischer Firmen konnten sich meist behaupten. ABB notierten um 0,1 Prozent höher. Sulzer gewannen zwei Prozent. Analysten äusserten sich positiv zu dem am Freitag veröffentlichten Jahresabschluss des Anlagenbauers.

Bei den Bankaktien waren Credit Suisse und VP Bank höher. Eine Kaufempfehlung und Kurszielerhöhung der Citigroup auf 35,50 von 33 Franken verhalf der Aktien der Bank Vontobel zu einem Kursplus von 3,5 Prozent. Julius Bär und UBS gaben leicht nach. Die Versicherungswerte waren kaum verändert.