Dax-Anleger setzen auf anhaltend lockere Geldpolitik

Montag, 25. Februar 2013, 09:17 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Hoffnung auf eine anhaltend lockere Geldpolitik in den USA und Japan hat den Dax am Montag angeschoben.

Der Leitindex kletterte um 0,9 Prozent auf 7731 Zähler. Kreisen zufolge soll Haruito Kuroda neuer Chef der japanischen Notenbank werden. Er ist wie Ministerpräsident Shinzo Abe Befürworter starker Konjunkturspritzen für die schwächelnde Wirtschaft.

In den USA ebbte die Sorge um ein vorzeitiges Ende der milliardenschweren Anleihenkäufe durch die Fed wieder etwas ab, nachdem zwei Notenbanker die positiven Auswirkungen des Programms lobten. In der vergangenen Woche hatten Anleger das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung noch als Anlass dafür genommen, auf ein baldiges Ende der Konjunkturhilfen zu spekulieren.

Börsianer gingen jedoch davon aus, dass die Gewinne im Dax aufgrund der Parlamentswahl in Italien begrenzt sein dürften. Mit Spannung werden die ersten Ergebnisse nach Schließung der Wahllokale am Nachmittag erwartet. Investoren fürchten, dass Italien unter einer neuen Regierung von seinem bisherigen Sparkurs abweichen könnte.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten K+S, die nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup um 2,5 Prozent zulegten. Auf der Verliererseite standen dagegen Merck mit einem Abschlag von 1,8 Prozent. Das Unternehmen musste einen Rückschlag bei der Entwicklung eines neuen Medikaments zur Behandlung von Gehirntumoren hinnehmen.