Börsen in Asien legen zu

Montag, 25. Februar 2013, 13:21 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Die Aktienmärkte in Asien haben am Montag überwiegend Gewinne verbucht.

Einen besseren Wochenstart verhinderten der ungewisse Ausgang der Parlamentswahl in Italien und das schwächere Wachstum der chinesischen Industrie. Bejubelt wurde an den Börsen dagegen die erwartete Berufung des Präsidenten der Asiatischen Entwicklungsbank Haruhiko Kurado zum japanischen Notenbankchef. Er gilt als Vertreter einer aggressiven Politik des billigen Geldes.

"Das bedeutet, dass der japanische Yen wohl weiter an Wert verlieren wird", sagte Analyst Kyoyo Okazawa von BNP Paribas. "Das ist positiv für japanische Aktien." Die Börse in Tokio verbuchte deshalb deutliche Gewinne. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte um 2,4 Prozent auf 11.662 Punkte zu. Er schloss damit auf dem höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,8 Prozent auf 980 Punkte. Zu den großen Gewinnern zählten Exportwerte, weil ein billigerer Yen ihre Produkte im Ausland billiger macht und damit die Absatzchancen steigen. Die Anteilscheine von Canon tendierten 1,81 Prozent fester, Toyota-Papiere legten 1,4 Prozent zu, Sony-Aktien verteuerten sich um 3,4 Prozent.

BLICK NACH EUROPA

Der MSCI-Index für Aktienmärkte außerhalb Japans legte dagegen nur um 0,1 Prozent zu. "Alles wartet auf das Wahlergebnis in Italien", begründete Analyst Jackson Wong von Tanrich Securities die Zurückhaltung der Anleger. Sollte der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi erneut an die Macht kommen, wird ein Wiederaufflammen der Euro-Krise erwartet. Berlusconi hat angekündigt, im Falle seines Sieges viele Reformen seines Nachfolgers Mario Monti wieder zurückzunehmen.

Auch der Rückschlag für die chinesische Industrie dämpfte das Interesse der Investoren. Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC ging vorläufigen Daten zufolge im Februar auf 50,4 von 52,3 Punkten im Januar zurück. Die Aktien in Hongkong legten um 0,1 Prozent zu, die Börse in Shanghai gewann 0,5 Prozent. In Südkorea fielen die Kurse um 0,5 Prozent. Die südkoreanische Exportindustrie mit Schwergewichten wie Samsung, Hyundai und Kia dürfte zu den Leidtragenden eines billigen Yen gehören, weil viele ihrer Konkurrenten in Japan sitzen.

 
A man walks past a stock index board showing various countries' stock price index outside a brokerage in Tokyo February 25, 2013. The Nikkei average soared 2.4 percent to a 53-month high on Monday with exporters leading gains on a weaker yen, after sources said Japan was likely to nominate Asian Development Bank President Haruhiko Kuroda, an advocate of aggressive monetary easing, as its next central bank governor. REUTERS/Yuya Shino (JAPAN - Tags: BUSINESS)