Italien-Wahl belastet Schweizer Börse

Dienstag, 26. Februar 2013, 10:02 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Angst vor den Folgen einer politischen Blockade in Italien und die Dividendenauszahlung bei den schwergewichteten Novartis-Aktien haben am Dienstag die Schweizer Börse im Frühgeschäft tief in die Minuszone getrieben.

Die Verunsicherung über die weitere Entwicklung in Italien und damit auch in Euro-Land sei sehr gross, sagten Händler. "Und das ist Gift für die Märkte", sagte ein Händler. Wie bereits in den USA und in Fernost gaben die Börsen in ganz Europa kräftig nach.

Der SMI notierte um 09:30 Uhr um 1,8 Prozent tiefer mit 7457 Punkten. Der breite SPI verlor 1,1 Prozent auf 6900 Punkte. Im Gegensatz zum SPI ist der SMI ein Preisindex, bei dessen Berechnung die Dividendenzahlungen nicht berücksichtigt werden.

Novartis werden mit dem Dividendenabschlag von 2,30 Franken gehandelt. Sie schwächen sich mit 2,55 Franken oder 3,9 Prozent etwas stärker ab auf 62,45 Franken. Der Genussschein von Roche büsste 1,4 Prozent ein und Nestle verloren 0,8 Prozent.

Die grössten Verluste verbuchten die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS mit einem Kursrückgang von jeweils 2,5 Prozent. Banken zählten zu den Werten, die am stärksten litten, wenn die Euro-Schuldenkrise wieder stärker hochkochen würde, sagte ein Händler. "Die Banken reagierten bisher immer am stärksten auf die Euro-Krise", sagte der Händler. Der europäische Branchenindex verlor 2,4 Prozent.

Die Anteile der Versicherer neigten ebenfalls zur Schwäche. Zurich fielen um 1,2 Prozent. Swiss Re sanken um 1,8 Prozent und Swiss Life sackten am Tag vor der Veröffentlichung des Jahresergebnisses um drei Prozent ab.

Die Aktien zyklischer Firmen wurden mit Verlusten von einem bis rund drei Prozent gehandelt. ABB verloren ein Prozent. Adecco, Holcim und Clariant, und Fischer gaben um mehr als zwei Prozent nach. Fischer meldete einen leichten Rückgang bei Umsatz und Gewinn im letzten Jahr. Nach Ansicht von Analysten entsprach das Jahresergebnis aber den Erwartungen.