US-Börsen starten kaum verändert - Warten auf Bernanke

Mittwoch, 27. Februar 2013, 17:55 Uhr
 

New York (Reuters) - Die Anleger an der Wall Street sind vor dem nächsten Kongressauftritt von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Mittwoch in Deckung geblieben.

Der Markt erhoffe sich von der Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses neue Hinweise über die Dauer der Konjunkturhilfen, sagten Händler. Am Dienstag hatte der Präsident der Federal Reserve vor dem Banken-Ausschuss des Senats die umstrittene Geldflut zur Stützung der Wirtschaft verteidigt und damit seine Strategie bekräftigt. Dies ließ Stimmung und Kurse an den New Yorker Börsen wieder steigen, nachdem die Furcht vor einem Aufflammen der Euro-Schuldenkrise nach der Italien-Wahl für einen herben Dämpfer gesorgt hatte. Spekulationen über ein rascheres Ende der Fed-Hilfen ebbten ab.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Handelsminuten kaum verändert bei 13.904 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 1497 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,1 Prozent zu auf 3131 Punkte. "Natürlich steht Bernanke wieder im Rampenlicht. Aber ich erwarte nicht, dass er sehr viel zu seinen Vortagsäußerungen hinzufügt", sagte Volkswirt Peter Cardillo von Rockwell Global Capital.

Für etwas Beruhigung sorgte auch, dass die erste Auktion italienischer Staatsanleihen nach dem Wahl-Schock glimpflich verlief. Die Zinsen stiegen zwar an, aber nicht so stark, wie manche Börsianer nach dem unklaren Ausgang der Parlamentswahl und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung befürchtet hatten.

Auf Unternehmensseite standen die Papiere des Einzelhändlers Target im Blickpunkt. Die Aktie gab mehr als drei Prozent nach, nachdem das Unternehmen im vierten Quartal weniger verdiente und auch die Erwartungen verfehlte. Target machte zu schaffen, dass die Kunden wegen der unsicheren Wirtschaftsaussichten im Weihnachtsgeschäft sparsamer waren. Für 2013 rechnet der Konzern dennoch mit einem Gewinnanstieg.

 
Traders work on the floor of the New York Stock Exchange, February 27, 2013. REUTERS/Brendan McDermid (UNITED STATES - Tags: BUSINESS) - RTR3ECUN