Chinesischer Markt zieht asiatische Börsen nach oben
Tokio (Reuters) - Hoffnungen auf staatliche Hilfen zur Ankurbelung der chinesischen Wirtschaft haben den meisten asiatischen Börsen am Mittwoch Auftrieb gegeben.
Analysten warnten jedoch davor, allzu sehr darauf zu setzen. Grundlegend bestimmten weiterhin die Sorgen über die US-Kreditkrise die Stimmung an den Börsen in Fernost und zogen vor allem Finanzwerte wie Japans größte Bank Mitsubishi UFJ nach unten. Die Kurse von Exportfirmen wie dem Maschinenbauer Mitsubishi und Stahlunternehmen legten dagegen zu.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index machte im Handelsverlauf seine anfänglichen Verluste wieder wett und ging nahezu unverändert bei 12.851 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index schloss noch 0,18 Prozent im Minus bei 1233 Zählern. "Schnäppchenjäger sind wegen der Spekulationen über ein bevorstehendes Hilfspaket in China an den Markt zurückgekehrt", sagte Analyst Francis Lun von Fulbright Securities in Hongkong. "Wir warten alle auf ein Wunder" fügte Lun. Frank Gong, Chef-Volkswirt für China bei JPMorgan Chase, hatte in einer Studie geschrieben, dass die chinesische Regierung an Maßnahmen zur Ankurbelung der chinesischen Wirtschaft arbeite. Der Markt in Shanghai schoss daraufhin um mehr als sieben Prozent auf 2516 Zähler nach oben und zog die meisten asiatischen Börsen wie Hongkong, Singapur und Taiwan mit. In Südkorea notierte der Markt unverändert.
Am Devisenmarkt bremste der leichte Anstieg des Öl- und Goldpreises die jüngste Erholung des Dollar und festigte den Euro. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,4766 Dollar.
Die Vorgaben aus den USA hatten die asiatischen Börsen im frühen Handel zunächst belastet. Die Angst vor neuen Milliardenverlusten im Zuge der Kreditkrise und Inflationssorgen drückten die US-Börsen am Dienstag erneut ins Minus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,1 Prozent leichter auf 11.348 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,9 Prozent auf 1266 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq schloss 1,4 Prozent tiefer auf 2384 Punkten.
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