Euro vor US-Inflationsdaten unter 1,55 Dollar

Mittwoch, 14. Mai 2008, 09:45 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Vor der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten hat der Euro am Mittwoch leicht nachgegeben.

Nach etwa einer Handelsstunde notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,5425 Dollar nach 1,5470 Dollar am Vorabend in New York. Zum Yen stieg der Dollar über 105 Yen von 104,70 Yen am Vorabend. Sollten die US-Verbraucherpreise im April stärker als erwartet gestiegen sein, könnte dies zu Dollar-Käufen führen, sagten Händler. Am Vortag hatten einige US-Notenbanker vor zunehmenden Inflationsrisiken gewarnt.

Der Chef der Notenbank von Kansas, Thomas Hoenig, hatte erklärt, angesichts der Aussichten für die Preisentwicklung müsse die Fed bereit sein, ihre Zinssätze rechtzeitig wieder anzuheben. Auch die Präsidentin der Federal Reserve von San Francisco, Janet Yellen, erklärte, die Zinsen müssten rechtzeitig wieder steigen, wenn das Wachstum anziehe. Die Dollar-Schwäche in diesem Jahr wird vor allem auf den Zinsvorteil des Euro zurückgeführt. In den USA liegt der Leitzins bei zwei Prozent, in der Euro-Zone ist er doppelt so hoch.

Der Bund-Future fiel in der ersten Handelsstunde um 44 Ticks auf 113,92 Punkte. Händler verwiesen auf schwache Vorgaben von den US-Kreditmärkten. Zudem belaste die anstehende Auktion von italienischen Staatspapieren im Volumen von sechs Milliarden Euro.