Bernanke hebt mit Äußerungen Euro über Marke von 1,48 Dollar
Frankfurt (Reuters) - Äußerungen des US-Notenbankpräsidenten Ben Bernanke über eine möglicherweise bevorstehende aggressive Zinssenkung haben dem Euro über die Marke von 1,48 Dollar gehoben.
In der Spitze notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,4810 Dollar, soviel wie seit Ende November nicht mehr. Auch der Preis für das als sicherer Anlagehafen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten geltende Gold kletterte weiter und erreichte ein Rekordhoch bei 892 Dollar je Feinunze.
"Angesichts der jüngsten Änderungen im Ausblick und der Risiken für das Wachstum könnte eine zusätzliche Lockerung der Politik nötig sein", sagte Bernanke. Die Belastungen aus der Kreditkrise seien weiter ernst und ein Risiko für die Gesamtwirtschaft. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Ende Januar den Leitzins um 50 Basispunkte auf dann 3,75 Prozent senkt.
Bereits am Nachmittag hatte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar einen kräftigen Sprung nach oben gemacht. Zuvor hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet eine Zinserhöhung für die Euro-Zone in Aussicht gestellt. Damit würden Anlagen in Euro gegenüber denen in Dollar attraktiver. Die EZB hatte ihren Leitzins am Donnerstag unverändert bei vier Prozent belassen. Vor Bekanntgabe des Zinsentscheides kostete ein Euro 1,4670 Dollar.
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