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Markte | Dienstag, 12. Februar 2013, 08:35 Uhr

Nordkoreas Atomtest beeindruckt Börsen in Fernost kaum

Tokio Der Atomtest in Nordkorea hat die Börsen in Fernost kaum beeindruckt.

In der Nacht zu Dienstag meldete die nordkoreanische Agentur KCNA, ein miniaturisierter Sprengsatz mit großer Stärke sei gezündet worden. Dies sorgte zwar kurzzeitig für Verunsicherung, konnte dem allgemeinen Aufwärtstrend jedoch nichts anhaben. "Der Test war nichts, was dein Herz so zum Rasen bringt wie beispielsweise die besorgniserregende Situation zwischen dem Iran und Israel", sagte Analyst Kaname Gokon vom Broker Okato Shoji.

Der Nikkei in Tokio ging auf dem höchsten Stand seit 33 Monaten aus dem Handel. Dazu trugen vor allem Äußerungen aus dem US-Außenministerium bei. Staatssekretärin Lael Brainard sagte Japan Unterstützung beim Kampf gegen die Deflation zu. Daraufhin gab der Yen deutlich nach und fiel zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit Mai 2010. Marktanalyst Takuya Takahashi sagte: "Ihre (Brainards) Aussagen haben dem Markt Vertrauen gegeben. Es war überraschend und hat die Zustimmung der Obama-Regierung zur Politik von Ministerpräsident Shinzo Abe signalisiert."

Der Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 1,9 Prozent auf 11.369 Punkte. Die Börse in Südkorea gab um knapp 0,3 Prozent nach. Es war bereits das dritte Mal, dass das Nachbarland Nordkorea einen Atomtest ausführte. Bisher haben sich die verstärkten geopolitischen Risiken kaum auf den Aktienmarkt in Südkorea ausgewirkt. Die Märkte in Singapur, Hongkong, Shanghai, Malaysia und Taiwan blieben wegen des Neujahrsfestes geschlossen.

Gefragt waren in Tokio vor allem Exportunternehmen und Finanzwerte. Toyota stiegen um 0,5 Prozent. Anteilsscheine von Sony legten um 1,2 Prozent zu. Mizuho Financial gewannen 4,8 Prozent, die Papiere von Mitsubishi UFJ verteuerten sich um 2,3 Prozent.

Nissan gaben dagegen um 3,8 Prozent nach. Der Autobauer ließ bei der Vorstellung der Quartalszahlen seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr unverändert und enttäuschte damit Investoren.

Der Euro verlor im fernöstlichen Handel etwas. Für die Gemeinschaftswährung waren 1,3385 Dollar fällig, nach 1,3404 Dollar am Vorabend in New York.

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