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Ausland | Samstag, 1. Dezember 2012, 11:55 Uhr

Palästinenser stirbt nach israelischen Schüssen am Gazastreifen

Gaza Ein von israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen angeschossener Palästinenser ist am Samstag seinen Verletzungen erlegen.

Laut Krankenhauskreisen in Gaza handelt es sich bei dem Toten um einen 21-jährigen Mann, der am Freitag bei einer Demonstration von israelischen Kugeln getroffen wurde. Weitere fünf Palästinenser seien bei dem Zwischenfall verletzt worden. Sie befanden sich hinter dem Grenzzaun auf palästinensischer Seite in einer Sperrzone, auf die Israel seit 2009 regelmäßig das Feuer eröffnet hatte, um Bewaffnete und Eindringlinge abzuhalten.

Nach Auskunft einer israelischer Armeesprecherin wollten die Palästinenser den Grenzzaun beschädigen. Als sie auf Warnungen der Soldaten nicht reagiert hätten, hätten diese auf deren Beine geschossen.

Nach achttägigen schweren Kämpfen hatten Israel und die radikal-islamische Hamas unter Vermittlung Ägyptens zuletzt einen Waffenstillstand vereinbart. Aus Sicht der Hamas gilt damit auch die Sperrzone hinter dem Grenzzaun nicht mehr. Sie erlaubte daher Bauern, auf ihre Ländereien dort zurückzukehren. Israel kündigte daraufhin Zurückhaltung an, sollten keine Angriffe von Palästinensern drohen.

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