Inland | Sonntag, 17. Februar 2013, 14:53 Uhr

Aigner legt Aktionsplan gegen Pferdefleisch-Skandal vor

Berlin Konsumenten sollen sich nach dem Willen von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner künftig auf einer zentralen Internet-Seite über zurückgerufene Lebensmittel informieren können.

Das sieht ein am Sonntag vorgestellter Entwurf für einen "nationalen Aktionsplan" vor, mit dem Aigner auf den Pferdefleisch-Skandal reagiert und der über die von der Europäischen Union beschlossenen Maßnahmen hinausgehen soll. So drängt Aigner darauf, dass in Deutschland Lebensmittel auf mehr Zutaten hin untersucht werden sollen als dies die EU vorgesehen hat.

Zudem fordert die CSU-Politikerin eine EU-weit verbindliche Herkunftsbezeichnung für Fleisch auf Lebensmittelpackungen. Zudem will die Ministerin, dass die Vorschriften zur Information von Verbrauchern über beanstandete Produkte überprüft werden.

Am Montag trifft sich Aigner mit ihren Ressortkollegen aus den Bundesländern, um gemeinsam das weitere Vorgehen im Pferdefleischskandal zu beraten. Nachdem zunächst die falsch deklarierten Fleisch-Fertigspeisen nur aus dem Ausland zu stammen schienen, ist mittlerweile klar, dass auch in Deutschland zumindest Spuren von Pferdefleisch unzulässigerweise in die Lebensmittelproduktion gelangt sind.

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