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Konjunktur | Dienstag, 6. November 2012, 17:20 Uhr

Portugal rechnet nicht mit schnellem Defizitabbau

Lissabon Portugal braucht an Ansicht von Finanzminister Vitor Gaspar noch viele Jahre zum vollen Abbau seines Haushaltsdefizits.

Um den Schuldenberg auf weniger als 60 Prozent der Wirtschaftskraft zu reduzieren, seien sogar mehrere Jahrzehnte nötig, sagte Gaspar am Dienstag vor einem Parlamentsausschuss in Lissabon. Die Schuldenstandsquote dürfte 2013 auf 124 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen.

Portugal steuert 2013 auf das dritte Rezessionsjahr in Folge zu. Das Land hängt am Tropf seiner Euro-Partner, die Rettungshilfen über 78 Milliarden Euro zugesagt haben. Als Gegenleistung hat die Regierung in Lissabon Strukturreformen und Sparmaßnahmen zugesagt. Zudem sollen 2013 und 2014 zusätzliche Einsparungen über vier Milliarden Euro in Kraft treten. Die Regierung hat den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank gebeten, Sparpotenzial mitauszuloten. Gaspar sagte, beide Institutionen stünden kurz davor, dies abzuschließen.

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