Ausland | Donnerstag, 14. Februar 2013, 07:59 Uhr

Französischer Regierungschef: Verfehlen Defizitziel 2013

Paris Frankreichs Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault hat erstmals öffentlich eingeräumt, dass sein Land das Defizitziel für dieses Jahr verfehlen dürfte.

"Wir werden die drei Prozent aus einem einfachen Grund nicht genau erreichen, weil das Wachstum in Frankreich, in Europa und in der Welt schwächer als erwartet ist", sagte Ayrault am Mittwoch dem Fernsehsender France 3. Die französische Regierung hatte sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr die Neuverschuldung nicht über die Grenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen zu lassen.

Sollte sich Frankreich 2013 tatsächlich nicht an das vorgegebene Defizitziel halten, droht eine harte Auseinandersetzung in der Euro-Zone. Etliche Euro-Partner haben intern bereits angedeutet, dass sie die strukturellen Reformen der Regierung des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande für nicht ausreichend halten.

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