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Inland | Sonntag, 25. November 2012, 11:39 Uhr

Brüderle: Griechenland nicht zu viel Zeit geben

Berlin FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle lehnt es ab, dem hoch verschuldeten Griechenland zu weit entgegenzukommen.

"Ich bin immer noch der Auffassung, dass man die Zeitachse nicht beliebig dehnen darf", sagte Brüderle der Zeitung "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. Er wünsche sich, dass Griechenland für die vereinbarten Reformanstrengungen "nicht die zwei Jahre länger braucht, die jetzt im Gespräch sind". Ohne "echte Fortschritte" bei den Reformen dürfe es keine weiteren Hilfen für Athen geben.

Für ein drittes Hilfspaket gebe es im Bundestag keine Mehrheit, sagte Brüderle. "Vorstellbar sind allenfalls Maßnahmen im Rahmen der beschlossenen Pakete. Damit könnten wir die Schuldentragfähigkeit Griechenlands verbessern." Am Montag treffen sich die europäischen Finanzminister, um über Hilfen für Griechenland zu entscheiden.

Die Entwicklung in Frankreich sehe er "mit großer Sorge - zumal die neue sozialistische Regierung die Weichen falsch stellt", sagte Brüderle zudem. Es sei "ein Alarmsignal", dass zwei Ratingagenturen das Land herabgestuft hätten.

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