Konjunktur | Montag, 12. November 2012, 19:04 Uhr

Troika: Griechenland braucht bis Ende 2014 nochmals 15 Mrd Euro

Berlin/Brüssel Griechenland kommt nach Einschätzung einer Expertengruppe seiner internationalen Geldgeber nicht mit den vorhandenen Hilfspaketen aus.

Die Regierung in Athen brauche zusätzliche 15 Milliarden Euro, um den Staatshaushalt bis Ende 2014 zu finanzieren, heißt es in dem Bericht der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission, der der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag. Die Risiken des zuletzt noch einmal verschärften Reformprogramms seien sehr groß, da die Koalitionsregierung in Athen unter dem politischen Druck im Land auseinanderbrechen könne und die Sparmaßnahmen wahrscheinlich vor Gericht angefochten würden. Sollte Griechenland für seine Stabilisierung zwei Jahre mehr Zeit als bislang verabredet bekommen, sei in den Jahren 2015 und 2016 eine weitere Finanzierungslücke von 17,6 Milliarden Euro zu schließen.

Die Euro-Gruppe berät am Abend über den Troika-Bericht. Er ist die Grundlage für die Entscheidung, ob die nächste Tranche an Hilfsgeldern rechtzeitig ausgezahlt wird.

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