Konjunktur | Freitag, 30. November 2012, 07:26 Uhr

Niederländischer Premier: Ausstieg aus Euro möglich machen

Berlin Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat sich als Konsequenz aus der Schuldenkrise für eine Ausstiegsklausel aus der europäischen Währungsunion ausgesprochen.

"Wir wollen durchsetzen, dass ein Land die Euro-Zone verlassen darf, falls es das wünscht", sagte Rutte der "Süddeutschen Zeitung" und drei anderen europäischen Blättern laut Vorabbericht vom Donnerstag. Im Moment könne ein Land den Euro nur über einen Austritt aus der Europäischen Union verlassen. Die Niederlande seien bereit, dazu die EU-Verträge zu korrigieren.

Zugleich forderte Rutte verstärkte Anstrengungen, den Euro stabiler zu machen. Als Volk von Händlern und Exporteuren seien die Niederlande auf eine stabile Währung angewiesen. Dafür sei es "überlebenswichtig, dass sich alle Euro-Länder an die Versprechen halten, die sie gegeben haben, als sie die Währung einführten." Nur so sei der Euro glaubwürdig. Ziel der Europäer sollte es sein, den Euro zu stärken, glaubwürdiger zu machen und den Dollar als Weltwährung anzugreifen.

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