Ausland | Sonntag, 27. Januar 2013, 15:09 Uhr

Russland - Assads Chancen auf Machterhalt in Syrien schwinden

Beirut Die russische Regierung sieht die Chancen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auf einen Machterhalt schwinden.

Jeden Tag würden sie "kleiner und kleiner", sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew dem Sender CNN laut einer Erklärung, die am Sonntag von seinem Büro in Moskau verbreitet wurde. Möglicherweise sei das langsame Tempo der politischen Reformen in Syrien ein fataler Fehler gewesen. Medwedew wiederholte die Position seines Landes, dass eine Lösung des Konflikts nicht von außen kommen dürfe. Russland ist einer der letzten Verbündeten der Regierung Assad und blockiert im Sicherheitsrat Syrien-Resolutionen.

In Syrien selbst nahmen die Aufständischen nach eigenen Angaben einen Bahnhof im Süden der Hauptstadt Damaskus ein. Im Internet verbreitete Filmaufnahmen zeigten nach Darstellung der Opposition, wie das Gelände im Bezirk Kadam am Sonntag erobert wurde. In einer Einstellung war schwarzer Rauch zu sehen, der aus einem Gebäude aufstieg. Dies sei die Folge eines Luftangriffs der Armee, teilte die Aufständischen mit. Die südliche Hauptstraße nach Deraa sei nun gesperrt. Die staatlichen Medien berichteten nicht über die Kämpfe. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben aus Syrien ist kaum möglich, weil die Regierung den Zugang stark beschränkt.

Der Bürgerkrieg in Syrien hält seit fast zwei Jahren an. Nach Schätzungen der UN sind mehr als 60.000 Menschen getötet worden.

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