IWF-Chef hält Wachstum von acht Prozent in China 2009 möglich

Dienstag, 3. Februar 2009, 10:05 Uhr
 

Singapur (Reuters) - IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hält in diesem Jahr in China ein Wachstum von acht Prozent für möglich.

Es werde jedoch eine Herausforderung werden, dieses Ziel zu erreichen, sagte Strauss-Kahn am Dienstag. China habe noch Spielraum für weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur, sagte er. Der IWF prognostizierte China kürzlich ein Wachstum von 6,7 Prozent in diesem Jahr.

Im vergangenen Jahr hatte die Regierung in Peking ein fast eine halbe Billion Euro schweres Konjunkturprogramm aufgelegt. Die chinesische Führung erwägt nun ein weiteres Paket, um die Wirtschaft anzukurbeln. In einem Zeitungsinterview sagte Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao, es könnten weitere zeitnahe und entscheidende Maßnahmen getroffen werden. Die Regierung strebt ein Wachstum von acht Prozent an, damit genügend neue Arbeitsplätze geschaffen und so soziale Unruhen vermieden werden. Derzeit bekommen vor allem die Wanderarbeiter aus dem chinesischen Hinterland die Wirtschaftsschwäche zu spüren. Nach jüngsten Regierungsangaben verloren allein in den vergangenen Monaten etwa 20 Millionen von ihnen den Arbeitsplatz.

Für die asiatischen Volkswirtschaften sieht Strauss-Kahn einen Hoffnungsschimmer im kommenden Jahr. Allerdings seien die von Exporten abhängigen Staaten dabei auf die Hilfe des Auslands angewiesen. "Eine Erholung in Asien ist unmöglich, wenn der Rest der Welt in einer schlechten Verfassung ist", sagte Strauss-Kahn. Derzeit erwartet der IWF für Asien insgesamt ein Wachstum von 2,7 Prozent in diesem Jahr.