Blatt-Neue Milliarden-Abschreibung bei UBS - 8000 Jobs in Gefahr

Sonntag, 29. März 2009, 14:22 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Der Schweizer Großbank UBS drohen einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Finanzkrise weitere Abschreibungen in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro.

Wie der Schweizer "Sonntag" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise berichtete, muss das Traditionshaus diese unter anderem bei den bislang wenig aufgefallenen Credit Linked Obligations (CLO) vornehmen. Zudem plane das Geldhaus die Streichung von 8000 weiteren Stellen. Davon betroffen sei auch die Privatkundensparte. Dem "Sonntag" zufolge könnte die Bank diese Zahlen bereits am 1. April offiziell bekanntgeben.

UBS war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Am Freitag, als Gerüchte über eine Gewinnwarnung und weitere Abschreibungen im ersten Quartal die UBS-Aktie auf Talfahrt schickten, wollte sich die Bank dazu nicht äußern.

Die UBS ist eine der am stärksten von der Finanzkrise betroffenen Banken in Europa. Seit Mitte 2007 hat das Institut bereits rund 37 Milliarden Euro abgeschrieben und mehr als 7000 Arbeitsplätze abgebaut, die meisten davon in der Investment-Sparte.