Abschwung des Maschinenbaus setzt sich fort

Mittwoch, 29. April 2009, 10:56 Uhr
 

Düsseldorf (Reuters) - Die rasante Talfahrt des deutschen Maschinenbaus setzt sich fort.

Für März gab der Branchenverband VDMA am Mittwoch einen Einbruch der Neubestellungen um 35 Prozent bekannt. In den ersten beiden Monaten des Jahres hatte sich der Auftragseingang des jahrelang erfolgsverwöhnten Industriezweigs noch fast halbiert.

Damit ergab sich für das erste Quartal ein Rückgang von 42 Prozent. Das Minus im Inland lag bei 39 Prozent, das im Auslandsgeschäft bei 43 Prozent. Im März registrierte die Branche, die etwa drei Viertel der Produktion in andere Länder verkauft, gewisse Erholungssignale. "Im Verlauf konnte im Auslandsgeschäft das Niveau der Vormonate Dezember 2008 bis Februar 2009 erstmals leicht übertroffen werden", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Ein Grund zur Entwarnung sei diese Entwicklung allerdings nicht, auf Monatsbasis lasse sich in dem von kräftigen Orderschwankungen gekennzeichneten Sektor keine Trendaussage machen.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet früheren Angaben zufolge erst ab Jahresmitte mit einer Erholung. Für 2009 erwartet die Branche einen Rückgang des Produktionsvolumens um zehn bis 20 Prozent und den Verlust von etwa 25.000 Arbeitsplätzen. Starke Einbrüche verzeichnen vor allem die Anlagenbauer in der Druck- und Textilindustrie, während die Hersteller von Energieanlagen, Kraftwerken und Aufzügen noch vergleichsweise gut dastehen.