Söder warnt nach Schweinegrippe-Fällen in Bayern vor Panik

Mittwoch, 29. April 2009, 12:56 Uhr
 

München (Reuters) - Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder hat trotz der bestätigten Schweinegrippe-Fälle in Deutschland vor Panikmache gewarnt.

Eine in Bayern lebende erkrankte Frau sei inzwischen wieder genesen, einem infizierten Mann aus Regensburg gehe es besser, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in München. "Beide Fälle bestätigen uns zwar, dass die Lage sehr ernst ist", ergänzte Söder. Trotzdem gelte es jetzt, vernünftig und besonnen zu handeln. Die Konktaktpersonen der beiden Kranken seien ermittelt worden und würden nun ärztlich überwacht. Dem Minister zufolge gibt es in Bayern aktuell insgesamt vier weitere Verdachtsfälle. Momentan zeichne sich in Deutschland ein ähnlich milder Verlauf der Krankheit wie in den USA ab. Neben den beiden Fällen in Bayern ist noch eine Frau in Hamburg an der Schweinegrippe erkrankt.

Den Angaben zufolge ist die 37-jährige Frau aus Kulmbach, die nach einer Mexikoreise leichte Grippesymptome aufwies, bereits wieder gesund. Ein weiterer Patient aus Regensburg wird noch stationär behandelt, ist aber ebenfalls fieberfrei. Der Mann Ende dreißig leide neben der Schweinegrippe an einer Vorerkrankung, sein Gesundheitszustand sei deshalb ernster gewesen, sagte Söder. Der Patient sei als Mitglied einer Reisegruppe in Mexiko gewesen. Andere Teilnehmer seien bislang aber nicht erkrankt. In Mexiko ist die gefährliche Viruserkrankung erstmals aufgetreten, das Land ist auch am schwersten von der Schweinegrippe betroffen.