Steinbrück schließt Staatshilfen für Arcandor nicht aus
Berlin (Reuters) - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hält Staatshilfen für den Handels- und Touristikkonzern Arcandor für denkbar.
Hilfen des Staates für die Muttergesellschaft der Karstadt-Warenhäuser seien keineswegs ausgeschlossen, sagte Steinbrück am Morgen im ARD-Morgenmagazin. "Es ist abzuwägen, wie ist der Zustand. Ist Arcandor bereits am Stichtag 1. Juli 2008 in Schwierigkeiten gewesen? Das spielt beihilferechtlich eine große Rolle", sagte der SPD-Politiker.
Die Unionsfraktion hatte dem Konzern am Dienstag wenig Hoffnung auf dringend benötigte Staatshilfen gemacht, was Steinbrück kritisierte. "Ich finde Vorabfestlegungen sträflich", sagte er. "Bei Arcandor hängen mehr Arbeitsplätze dran als direkt bei Opel, wir reden über 50.000 Menschen, die davon betroffen sind". Laut Arcandor gibt es keine Alternative zur Staatshilfe. Auch eine mögliche Warenhaus-Fusion mit der Metro-Tochter Kaufhof könne einen Zusammenbruch nicht abwenden, hatte Konzernchef Karl-Gerhard Eick erklärt.
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