Weitere US-Großbank bricht zusammmen

Samstag, 15. August 2009, 16:39 Uhr
 

New York (Reuters) - Im Zuge der Finanzkrise brechen in den USA immer mehr Banken zusammen:

Mit der Colonial Bank aus Montgomery im Bundesstaat Alabama ist nun das bislang größte Geldinstitut in diesem Jahr pleitegegangen. Der Einlagensicherungsfonds FDIC schloss zudem noch drei weitere Institute. Damit erhöhte sich die Zahl der US-Bankenpleiten seit Beginn des Jahres auf 77. Im vergangenen Jahr waren 25 Banken geschlossen worden, 2007 lediglich drei.

Im Fall der Colonial Bank übernimmt der Konkurrent BB&T aus Winston-Salem in North Carolina die meisten Vermögenswerte und steigt damit nach Einlagen zum achtgrößten US-Institut auf. Die Colonial Bank hatte eine Bilanzsumme von 25 Milliarden Dollar. Die Pleite der Bank werde den Sicherungsfonds 2,8 Milliarden Dollar kosten, hieß es. Für die BB&T ist es die größte Übernahme in ihrer 137-jährigen Geschichte. Erst im Juni hatte BB&T staatliche Hilfsgelder in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar zurückgezahlt. Die Bankenaufsicht hatte festgestellt, dass das Institut gut kapitalisiert sei. Die Bilanzsumme der BB&T belief sich im Juni auf 152,4 Milliarden Dollar. Sie hat 1505 Filialen in elf Bundesstaaten und in Washington D.C.

Wie der Einlagensicherungsfonds weiter mitteilte mussten wegen Kreditausfällen auch die Community Bank of Arizona, die Community Bank of Nevada und die Union Bank, National Association dichtmachen.